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St. Hedwig: Kirchenvorstand und Bistum suchen gemeinsam einen neuen Nachnutzer für die Kapelle

„Ein Abriss würde mir in der Seele wehtun“

Völksen (mari). Die St.-Hedwig-Kapelle soll langfristig als Immobilie erhalten bleiben. Dieses Ziel haben der Kirchenvorstand der katholischen Christ-König-Gemeinde und das Bistum Hildesheim bei einer gemeinsamen Sitzung in Völksen vereinbart.


„Wir wollen gemeinsam einen Nachnutzer suchen, der ein sinnvolles, langfristiges Konzept für das Gebäude hat“, fasst der Kirchenvorstand die Kernaussage des Treffens zusammen. An der Versammlung haben vier Vertreter der Immobilienabteilung des Bistums teilgenommen. Sie erklärten, dass St. Hedwig theoretisch bis zum Jahr 2020 geöffnet bleiben kann, die Gemeinde allerdings – bis auf einen Zuschuss in Höhe von 1000 Euro – keine Schlüsselzuweisung mehr für die Kapelle erhält. Sprich: Sie muss das Geld für Betrieb und Gebäudeunterhaltung selbst aufbringen. Das dürfte auf Dauer schwierig werden.

Die erst 25 Jahre alte Kirche ist als „für die pastorale Entwicklung nicht notwendig“ eingestuft worden und soll daher geschlossen werden. Dass das Aus nicht sofort kommt, begrüßt der Kirchenvorstand ausdrücklich: „Wir sind sehr froh, dass wir Zeit gewonnen haben und uns jetzt in Ruhe überlegen können, wie das Gebäude nachgenutzt werden kann“, sagt Herbert Gandyra.

Er hatte bereits Ende vergangenen Jahres einen Arbeitskreis ins Leben rufen wollen, dann aber erst die weiteren Pläne aus Hildesheim abgewartet. „Jetzt können wir einen neuen Anlauf nehmen. Vielleicht sogar mit einer ökumenischen Gruppe.“ Gandyras Antrieb: „Es würde mir in der Seele wehtun, wenn die Kapelle abgerissen werden müsste.“

Beispiele für die Weiternutzung einer nicht mehr benötigten Kirche gibt es mittlerweile mehrere. In Mandelsloh (Neustadt am Rübenberge) etwa hat ein Apotheker das Gotteshaus gekauft und daraus eine private, frei zugängliche Kapelle gemacht. „So ein Modell wäre auch für uns die schönste Lösung“, meint Gandyra.



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