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Landwirte sehen nur einen moderaten Rückgang der Betriebsergebnisse am Deister

Dürrehilfe: Springe dürfte leer ausgehen

SPRINGE. Nach der Dürre ist ist Ebbe in vielen Kassen der Landwirte: Auch in Springe machen die Folgen der Trockenheit den Bauern noch zu schaffen; die Situation sei allerdings bei Weitem nicht so schlimm, wie in anderen Regionen des Landes, sagt Björn Estorf, stellvertretender Bezirksvorsitzender des Landvolks.

Björn Estorf
Mischer

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Ralf T. Mischer Redakteur zur Autorenseite

Der Ertrag des Getreides sei um rund zehn Prozent eingebrochen, in Boitzum seien es sogar bis zu 40 Prozent weniger. Umgekehrt sei der Preis für Getreide aber nicht angestiegen, sondern verharre auf dem Preis von Ende August 2018 – obwohl die Erträge eben deutlich geringer seien. Die Betriebsergebnisse der Landwirte im und um den Deister sinken seiner Einschätzung zufolge aber nur moderat.

Laut Presse-Erklärung des Landvolks geraten die wirtschaftlichen Rahmendaten für Niedersachsen gerade ohnehin von zwei Seiten unter Druck: Die Auflagen stiegen, also die Zahl der staatlichen Regeln und Vorschriften, während die Betriebsergebnisse sänken. Hinzu käme eben die Dürre und deren ökonomischen Auswirkungen, die sich nun bemerkbar machten. Insoweit werden die landwirtschaftlichen Betriebe derzeit von drei Seiten in die Zange genommen. Estorf warnt allerdings vor Panikmache: „Bei uns ist es noch nicht ganz so dramatisch“, versichert er. Immerhin speichere der Boden am Deister Wasser besser als in vielen anderen Orten.

Tatsächlich wurden in der Region Hannover bislang 89 Anträge auf staatliche Dürrehilfe gestellt – laut Alexandra Schönfeld, Sprecherin des Landwirtschaftsministeriums in Hannover, wurden davon 58 Anträge bewilligt. Das heißt, die Antragsteller bekommen Geld je zur Hälfte von Bund und Land. Laut Landwirtschaftsministerium deutet sich an, dass durchschnittlich 21 000 Euro an Betriebe fließen, die unterstützt werden. Ob auch Bauernhöfe in Springe einen Antrag gestellt haben und ob der bewilligt wurde, vermag die Sprecherin nicht zu sagen. „Die Erfassung erfolgt auf Kreisebene, sodass auf Gemeindeebene keine Zahlen vorliegen“, sagt sie.

Estorf kann sich nicht vorstellen, dass viele Springer Betriebe Zuschüsse erhalten: Die Hürden seien zu hoch – deshalb rechnet er damit, dass es kaum Antragsteller aus Springe gegeben hat.



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