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32-Jähriger wegen mehrerer Straftaten vor Gericht / Verhandlung unterbrochen

Drogen, Betrug und Veruntreuung

SPRINGE. Zahlreiche Drogengeschäfte, Betrug, Veruntreuung: Ein 32-jähriger Springer musste sich gestern vor dem Amtsgericht Springe wegen diverser Straftaten verantworten. Weil aber nicht geklärt werden konnte, ob sich einer der Zeugen auf sein Zeugnisverweigerungsrecht berufen kann, musste die Verhandlung vorerst ausgesetzt werden.

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Autor:

von sandra Hermes

Dem 32-jährigen Angeklagten wird unter anderem vorgeworfen, illegal Drogen in der mittlerweile geschlossenen Bar „Tropical“ an der Friedrichstraße verkauft zu haben. Er soll beispielsweise 100 Ecstasy-Tabletten für 10 Euro pro Stück sowie Cannabis und Amphetamine an seine Kunden veräußert haben. Zudem soll er laut Anklageschrift im Besitz von rezeptpflichtigen Arzneimitteln gewesen sein, die er auf dem Schwarzmarkt erworben habe.

Außerdem wird ihm zur Last gelegt, das Jobcenter betrogen zu haben: Statt zu melden, dass er in einer Gaststätte als Aushilfskraft arbeitet, habe er weiter die Unterstützung kassiert. Dabei ist dem Jobcenter ein Schaden in Höhe von 898 Euro entstanden.

Auch soll der 32-Jährige im Rahmen einer selbstständigen Tätigkeit die Versicherungsbezüge eines Mitarbeiters in die eigene Tasche gesteckt haben, anstatt sie der zuständigen Krankenkasse zukommen zu lassen.

Anwalt Andreas Bäsecke gab gestern an, dass sein Mandant zu den Vorwürfen keine Angaben machen werde. Während der Befragung des ersten Zeugen stellte sich heraus, dass dieser selber schon wegen zahlreicher Drogendelikte vor Gericht stand. Die Richterin belehrte ihn noch mal, dass er nur die Fragen wahrheitsgemäß beantworten müsse, die ihn selbst nicht belasten.

Bäsecke gab dann zu bedenken, dass dem Zeugen ein vollständiges Zeugnisverweigerungsrecht zustehen könne, wenn sämtliche zu erwartenden Fragen an den Zeugen diesen in die Gefahr eines Ermittlungsverfahrens bringen würden – gerade in Bezug auf die bereits verhandelten Gerichtsfälle des Zeugen.

Um den Sachverhalt zu klären, beantragte die Richterin die Fallakten des Zeugen und setzte die Verhandlung vorerst aus.

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