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DRK Springe feiert 130-jähriges Bestehen

SPRINGE. Wo Hilfe benötigt wird, sind sie zur Stelle, die Frauen und Männer des Deutschen Roten Kreuzes (DRK). Vor 130 Jahren, genau am 28. März 1887, wurde die heutige DRK-Ortsgruppe Springe als „Vaterländischer Frauen-Verein Springe“ gegründet – Grund genug zu feiern, dachte sich der Vorstand.

Helga Halwig (v.l.), Christa Bormann und Elsa Nold blättern in alten Fotoalben und schwelgen in Erinnerungen. FOTO: KRAUSE

Autor:

Reinhold Krause

DRK- Chef André Peuker durfte jetzt im Rahmen einer Feierstunde zahlreiche Glückwünsche entgegennehmen.

Auch Elsa Nold, ihr Name wurde immer in einem Atemzug mit dem DRK Springe genannt, ließ es sich nicht nehmen, trotz ihres hohen Alters ans Rednerpult zu treten. Gemeinsam wurde auf die Anfänge der Ortsgruppe zurückgeschaut.

Die 246 Mitglieder mussten 1887 noch jährlich eine Mark als Vereinsbeitrag zahlen. Auch die Tätigkeiten waren genau definiert. Da liest man vor allem Heimarbeit: Stricken für das Heer – Gewährung von Kost für Kranke. Das Ausleihen von Krankenpflegegeräten, fortlaufende Armenpflege sowie jährliche Weihnachtsbescherungen gehörten ebenfalls zum Programm. Einiges davon hat auch heute noch Bestand. Allerdings hat sich das Aufgabenfeld heute stark erweitert.

130 Jahre Dienst am Menschen, über alle Kriegs- und Krisenzeiten hinweg, war für den Vorstand der Ortgruppe Anlass genug, das ungewöhnliche Jubiläum zu begehen. Umrahmt wurde die Feierstunde von einem Flötentrio der Musikschule.

Fest in der Organisation des DRK verankert ist der Blutspendedienst. Deren Geschäftsführer Bernd Anders lobte das ehrenamtliche Engagement der Rotkreuzler, denn 98 Prozent der Blutspenden werden ambulant eingesammelt. Damit ist das DRK europaweit führend und setzt damit auch weltweit Standards. Vieles, was das DRK heute leistet, werde als alltägliche Normalität wahrgenommen. Zum Beispiel die Flüchtlingshilfe, die Organisation der Kleiderkammern, die Unterstützung von sozial schwachen Mitbürgern oder Seniorenangebote, wie das Sonntagsfrühstück oder Bastelgruppen. Aber auch Einsätze in Krisengebieten sind Aufgaben, denen sich die Ehrenamtlichen widmen.

Ein weiterer Bestandteil des DRK sind die Sozialstationen, ambulante und stationäre Seniorenbetreuung, Kindertagesstätten und Krankentransporte. Hauptamtliche sorgen hier für einen reibungslosen Ablauf. Seit gut zehn Jahren betreibt die Ortsgruppe zudem einen Schülersanitätsdienst. Diese als Ersthelfer ausgebildeten Schüler sind an der Heinrich-Göbel-Realschule und der Integrierten Gesamtschule mit hohem Engagement dabei. Die Ersthelfer sowie die anderen DRK-Abteilungen präsentierten sich beim anschließenden Tag der offenen Tür. Für musikalische Unterhaltung sorgten am Nachmittag der Musikzug der Ortsfeuerwehr Springe sowie die Musiker des Spielmanns- und Hörnerkorps. Für Technikinteressierte hatte sich der fünfte Einsatzzug des DRK-Katastrophenschutzes und auch der Rettungsdienst mit seinen Fahrzeugen auf dem Parkplatz vor dem DRK- Gebäude, An der Bleiche, positioniert und beantwortete Fragen.



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