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Gesundheit und Pflege an den BBS: Ab kommendem Schuljahr auf weiterem Weg zum Abitur

Drittes Gymnasium für Springe

Springe (ric). Grünes Licht von der Region – und noch ein Gymnasium für Springe: An den Berufsbildenden Schulen (BBS) wird nach den großen Ferien im Sommer das Berufliche Gymnasium Gesundheit/Pflege an den Start gehen.

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Neben dem bereits am Paul-Schneider-Weg existierenden Wirtschaftsgymnasium und dem städtischen Otto-Hahn-Gymnasium im Schulzentrum Süd bietet es jungen Menschen einen ganz neuen Weg zur Allgemeinen Hochschulreife, denn: „Der Bereich Pflege wird weiter an Bedeutung gewinnen“, ist Schulleiter Michael Krampe in Hinblick auf die erwartete Bevölkerungsentwicklung überzeugt.

Er geht von zunehmenden „attraktiven beruflichen Perspektiven“ aus. An den Springer BBS sollen dann Abiturienten auch für das mittlere und höhere Management in der „Weißen Indus-

trie“ qualifiziert werden. Das Angebot gibt es bislang nur an der Alice-Salomon-Schule in Hannover.

2500 Jugendliche und junge Erwachsene besuchen derzeit, die BBS, Springes größte Schule. Am 1. und 2. Februar können sich Interessierte erstmals für den neuen gymnasialen Zweig einschreiben, zuvor werden Fragen an einem Infoabend geklärt.

Wahrscheinlich werden im ersten Durchgang zwei elfte Klassen an den Start gehen. Als großen Vorteil seiner Einrichtung sieht Krampe die Qualifikation der Pädagogen: So hat unter anderem Lehrerin Dr. Margarete Kemper für die Landesschulbehörde Richtlinien ausgearbeitet. „Wir können vorhandene Kompetenzen nutzen“, sagt der Studiendirektor. Auf dem Weg zum Abitur ist „Gesundheit-Pflege“ als erstes Leistungsfach und Prüfungsfach festgelegt. „Es geht darin um Prävention, Reha, Anatomie und Physiologie, aber auch darum, Ideen in eigenen Projekten umzusetzen“, sagt Schulsprecher Conny Bornemann. Die Schüler arbeiten wissenschaftlich, an Statistiken etwa. Und sie werden in Jahrgangsstufe elf zwei Wochen praktische Erfahrungen in Praxen, Altenheimen oder Krankenhäusern sammeln. Als Prüfungsfach gesetzt ist auch die Betriebs- und Volkswirtschaftslehre. Die weiteren drei Fächer sind frei wählbar – sozusagen ohne Vorkenntnisse und Altlasten. „Dann kann man alles damit studieren, hat das Abitur und gleichzeitig einen beruflichen Schwerpunkt“, wirbt Bornemann.

Auswirkungen könnte Springes drittes Gymnasium auch auf die Gesamtschul-Diskussion haben, wenngleich BBS-Leiter Krampe die Notwendigkeit einer IGS stark anzweifelt: „Es gibt genügend geeignete Möglichkeiten vor Ort.“ In einem gemeinsamen Gespräch der Springer Schulleiter sei man sich einig gewesen, dass die Deisterstadt keine IGS brauche.

Die BBS stellen ihr Berufliches Gymnasium Wirtschaft und das neue Berufliche Gymnasium Gesundheit und Soziales mit dem Schwerpunkt Gesundheit – Pflege bei einem Informationsabend vor. Er steht allen Interessierten offen. Termin ist kommender Mittwoch, 18. Januar, ab 19 Uhr in der Cafeteria. Vorgestellt werden Profil- und Kernfächer.



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