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Drei junge Künstler begeistern in der St.-Andreas-Kirche

Gemütliche Sessel, ein Teppich und eine Stehlampe: Das Ambiente im Gemeindehaus der St.-Andreas-Kirche entsprach dem eines Wohnzimmers. Die „Bewohner“: Silja Bothe, Jan Goeritz und Johannes Zieseniß. Drei Künstler, die dem Quilisma-Jugendchor entwachsen sind und sich einmalig für ein Pop-Konzert zusammengefunden haben.

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Autor:

Reinhold Krause

Initiator des über zweistündigen Konzertprojektes war kein Geringerer als Johannes Zieseniß, bestens bekannt als der quirlige Tenor im A-Kapella-Quartett „Wait4it“. Mit ihm gestalteten Silja Bothe, Klavier und Gesang sowie Jan Goeritz, Gitarre und Gesang den Hauptteil des akustischen Abends. Anspruchsvoll war das Repertoire der Melodien. Hier bewiesen sie bei der Auswahl der Songs auch ihren Mut sozialkritische Texte wie bei „Wo bleiben die Beschwerden“ von Enno Burger in ihrer Version zu interpretieren. Ein Bündel von 22 Songs hatten die Drei für diesen Abend geschnürt und trafen damit auch den Geschmack der Besucher. Es waren nicht immer nur die Ohrwürmer, für die sie sich entschieden hatten. Viele Songs wie zum Beispiel der Konzertopener „Picture“ von Mighty Oaks oder „I need a Dollar“ von Aloe Blacc sowie „Solange der Mut den Zweifel schlägt“ von Mikroboy sind Lieder, die nur einem gewissen Klientel geläufig sind. Auch eigene Songs hatten sie mit im Gepäck. Im Saal des Gemeindehauses fanden sie unter den etwa 150 begeisterten Besuchern das richtige Gehör – dass konnte man an dem tosenden Applaus nach den Liedern spüren.

Ihr Ansinnen, dem Publikum ihre ganz persönlichen Lieblingsstücke, die ihnen inhaltlich und musikalisch viel bedeuten, näher zu bringen, ist ihnen an diesem Abend voll gelungen. Unplugged, ohne Mikrofon und Verstärker, lediglich das Keyboard durfte sich als Klavier so darstellen, zeigten sie die exzellente Bandbreite ihrer Virtuosität. Herzlich und erfrischend auch ihre Zwischenmoderationen, die hin und wieder auch den einen oder anderen Lacher hervorzauberten. Und auch für Überraschungen hatten das Trio gesorgt und talentierte Freunde eingeladen. So durfte Paulina Döbbe und Jan Kohlrusch gesanglich in einigen Stücken mitwirken, wobei Kohlrusch sich auch noch als Drummer an Cajon betätigte. Dass auch weitere Sänger von „Wait4it“ sich unter den Gästen befanden, war nur allzu verständlich. Sonja Sandig und Lorenz Mahnke wollten sich dieses Konzert nicht entgehen lassen, wobei Mahnke letzthin doch noch mit seinen Chormitgliedern zusammen auf der Bühne stand und zum Schluss „Run to you“ von Pentatonix mitsang.

Als Zugabe gab es dann noch den bekannten Song „Alles war aus Gold“ von Bakkushan. Ob es eine Wiederholung im kommenden Jahr gibt? Das wollte Zieseniß weder ablehnen noch bestätigen. Doch eins steht jetzt schon fest. Ab Mitte 2017 ist „Wait4it“ wieder eine feste Größe im musikalischen Terminkalender.



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