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Drei Hymnen für die Stadt: NDZ stellt die Künstler vor

SPRINGE. Wer in der Warteschleife der Stadtverwaltung hängt, kann den Song schnell mitsingen: „Das ist unsere kleine Stadt, die so viel zu bieten hat“ singt Produzent Ralf Grabowski. Nach über zehn Jahren wurde es Zeit für eine neue Hymne, fand der heimische Musiker.

Martin Härtel (v.l.), Uwe Thiel, Michael Vieth und Hubert Klimke stellen ihre Songs vor. Foto: Helmbrecht
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Saskia Helmbrecht Redakteurin zur Autorenseite

Er hat vor einem Jahr mit Bürgermeister Christian Springfeld einen Komponisten-Wettbewerb gestartet. Jetzt liegen drei Varianten vor, die am 7. Mai auf dem Marktplatz vorgestellt werden.

Der pensionierte Gymnasiallehrer Hubert Klimke, Uwe Thiel (alias German Tyler) und Michael Vieth, Chorleiter der Hallerschipper, haben drei verschiedene Versionen vorgelegt. „Wir haben uns überlegt, alle drei Werke den Springern vorzustellen und die Reaktionen abzuwarten“, sagt Klimke.

„Das hier ist ein Gemeinschaftsprojekt – wir sind alle mächtig stolz auf unsere Lieder“, ergänzt Thiel, der seinen Song bereits professionell in einem Studio in Isernhagen aufgenommen hat. Er hat bereits finanzielle Mittel aus dem Stadtmarketing zur Verfügung gestellt bekommen.

Der ursprüngliche Plan, eine CD mit acht bis zehn Liedern zu veröffentlichen, werde aber wohl nicht realisiert. Bei den Werken der Drei werden weitere bekannte Gesichter mitwirken, unter anderem Musiker Lars Karrasch und Sopransängerin Lauren Welliehausen.

Klimke widmet seinen Song „Über den Deister geh‘n“ den vielen jungen Männern, die über den Deister zogen, um in Hessen ein besseres Leben zu finden. „Hier gerieten sie in die Fänge von Soldatenwerbern, wurden in die Armee gepresst, nach England verkauft, um dann in einigen Ländern zu kämpfen. Viele sahen ihre Heimat nie wieder“, erklärt der Völksener, der 1974 an das Otto-Hahn-Gymnasium kam und dort seine Frau Ingrid Klimke-Schmoll kennenlernte.

Gitarrist, Pianist und Sänger Uwe Thiel tritt seit vielen Jahren als German Tyler mit Pop- und Rockmusik auf. Sein Song ist so gut wie fertig, „es muss aber noch neu eingesungen und abgemischt werden“, verrät er. Auch an einer Version mit Bläsern arbeitet er noch. „Ich muss mich jetzt nur entscheiden“, sagt er lachend.

Humor beweist er auch in seinem Song: Mit Passagen wie „Als Saupark-Rüpel werden wir verkannt“, „Und scheiden sich bei Göbel auch die Geister, dank Paulmann gehen die Lichter hier nicht aus“ oder „statt Kölner Dom gibts hier nur Köllnischfeld“ lobt er die schönen Ecken der Stadt und erinnert an die Geschichte. „Hier lockt der Wald und nicht das große Geld“, textet er weiter.

Michael Vieth ist seit 2013 Dirigent des Shantychors Hallerschipper. Die seit 1986 bestehende Gruppe hat sich während zahlreicher Auftritte im norddeutschen Raum einen Namen gemacht und schaffte es 2015 auf eine Chor-CD. Er hebt in seinem Text die Gemeinschaft in Springe hervor: „Unser Credo für die Bürger sind Vielfalt und Herzlichkeit, sich verstehen und akzeptieren“ oder „Gemeinsam heißt unser Motto, nur so kann Freundschaft entstehen“. Alleine sei hier niemand, textet Vieth, „ob im Rathaus oder im Vereinsheim, immer ist jemand da“. Der Chorleiter will sein Stück heute mit den Hallerschippern proben. „Ich bin zuversichtlich, dass das gut klappt, auch wenn es musikalisch eine andere Richtung ist.“ Auch der Springer Martin Härtel wirkt an der Produktion der Lieder mit.

Obwohl es ein Wettbewerb ist: Alle Beteiligten sind sich einig, als ein Team aufzutreten. „Es sind am Ende richtig gute Werke entstanden.“

Am Sonntag, 7. Mai, treten die Musiker von 13 bis 15 Uhr auf dem Marktplatz auf.

Information

Über den Deister geh’n von Hubert Klimke: Über den Deister geh‘n, heißt nimmer Wiederseh‘n, drum bleib im Hallertal, das grüß ich tausend Mal. Hier an der Deisterpforte bist du am schönesten Orte, drum bleibe hier, das rat ich dir.

Unsere Stadt am Deister von Uwe Thiel: So leben wir hier an der Deisterpforte nicht hinterm Berg, davor im lichten Tal mit einer Kernstadt und dazu elf Orten, wer hier hinzieht hat die Qual der Wahl.

Unsere Stadt mit den schönen Regionen von Michael Vieth: Unsere Stadt mit den schönen Regionen, wo so viele nette Menschen wohnen, bist du niemals ganz allein – denn wir alle sind ein großer Verein. Alle Menschen sind hier herzlich willkommen, gerade jene den man alles genommen, Toleranz das muss hier sein, wir alle sind ein großer Verein.



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