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Telekom baut DSL-Netz aus – muss dafür aber brandneue Bürgersteige wieder aufreißen

Doppelt gebuddelt

Bennigsen/Lüdersen/Gestorf. Der Wunsch nach schnellerem Internet – er soll für Bürger in gleich drei Ortsteilen möglichst schnell in Erfüllung gehen. Doch die gute Nachricht bringt gleich eine schlechte mit sich: Für die Kabelverlegung bohren sich die Telekom-Techniker an einigen Stellen in Bürgersteige, die erst vor einigen Wochen frisch gepflastert worden sind.

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VON CHRISTIAN ZETT

„Die Telekom wird dieses Jahr und im Laufe des nächsten Jahres heftig in das DSL-Netz investieren“, sagt Tiefbau-Fachdienst-Vize Gerd Gennat. Ziel sei, sowohl Bennigsen, als auch Lüdersen und Gestorf „nahezu flächendeckend“ mit schnellen Internetverbindungen zu versorgen. Auch die Anschlusskapazitäten – also die Zahl der Kunden, die an einem Verteiler hängen – sollen steigen.

Dafür werden jetzt in und zwischen den drei Ortsteilen neue Glasfaserstränge verlegt; außerdem baut die Telekom die Schaltschränke um: Die neue Technik braucht mehr Platz. In Lüdersen haben die ersten Arbeiten schon begonnen.

Die Stadt freut sich über die Investitionen – ärgert sich aber gleichzeitig ein wenig über mangelnde Absprachen. Denn von den Bauarbeiten ist nicht nur der Gehweg der vor zweieinhalb Jahren sanierten Lüderser Straße betroffen. Auch der erst zum Sommer erneuerte Bürgersteig der Calenberger Straße in Gestorf muss wieder dran glauben, genau wie die vor wenigen Wochen frisch sanierte Straße „Am Goldenen Acker“ in Bennigsen. Immerhin: Die Straßen bleiben verschont, die Kosten übernimmt die Telekom.

Man habe allen Versorgungsträgern – wie Stadtwerke, Eon-Avacon oder eben der Telekom – rechtzeitig mitgeteilt, dass die Baumaßnahmen geplant seien, sagt Tiefbau-Chef Dieter Erdmann. „So kann man natürlich Geld sparen, wenn alle Arbeiten auf einmal erledigt werden.“ Mehr könne die Verwaltung nicht tun. Ihr bleibt nur, sich zumindest über das schnellere Internet zu freuen – und über noch neuere Bürgersteige.

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