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Im Rausch Gräber auf Friedhof zerstört und Container angezündet – Polizei klärt Serie auf

„Diese Taten sind unterste Schublade“

Springe (ric). Fahndungserfolg für das Team des neuen Kripo-Chefs Hartmut Retzlaff: Die Polizei hat eine Serie von Straftaten aufgeklärt und zwei Verdächtige festgenommen.

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Es war in der Nacht zum 5. Mai, als auf dem Neuen Friedhof an der Hamelner Straße Grabsteine, Grablampen und Bepflanzungen beschädigt wurden. Die Täter legten Feuer, das Bodengewächse beschädigte. Dann zogen sie direkt weiter, setzten mehrere Container neben der Bushaltestelle Schiergrund in Brand, wodurch ein weiterer Schaden entstand, er wird auf rund 2000 Euro beziffert. „Es gibt kaum etwas Niederes als Gräber zu zerstören, das ist unterste Schublade“, findet Retzlaff. Die Ermittler machten sich umgehend an die Arbeit, analysierten die Spurenlagen und bemerkten Zusammenhänge. Aufgrund eines Hinweises durchsuchten sie die Wohnung eines 29-jährigen Springers. Und wurden fündig: Sichergestellt wurden Beweismittel, „die mit den Spuren an den Tatorten korrespondierten“.

Dem nächtlichen Zug durch die Stadt ging offenbar ein Saufgelage voraus: Zumindest daran war auch ein 23-jähriger Kumpel des Älteren beteiligt. Sie hätten „sehr viel“ getrunken, sagte der 29-Jährige aus. Gegen Mitternacht machten sie sich auf, in verschiedenen Gaststätten weiter zu zechen, um danach noch einmal in der Wohnung nachzutanken. Derart berauscht machten sie sich auf, zum Friedhof zu gehen. Die Polizei schließt einen Vorsatz nicht aus. Der Ältere gab an, sich aufgrund des Alkoholkonsums nur bruchstückhaft erinnern zu können. Er sei erst wieder zu sich gekommen, als er das Feuer gesehen habe. Sein Freund sei die treibende Kraft gewesen – der jedoch lehnt jegliche Beteiligung ab. Unklar ist weiterhin das Motiv.

Beide Tatverdächtige sind wegen diverser Delikte polizeibekannt. Nach ihrer Vernehmung wurden sie auf freien Fuß gelassen, sie haben einen festen Wohnsitz. Demnächst werden sie sich vor Gericht erklären müssen. Die Ermittler bitten weitere mögliche Geschädigte, sich im Kommissariat unter Tel. 05041/ 94290 zu melden.



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