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Diese Springer sind schon fertig mit dem Fasten

SPRINGE. Sie kommen aus allen Springer Ortsteilen und 80 Prozent von ihnen sind Wiederholungstäter. Wer zusammen mit Annett Isabell Marx in Springe fastet, bleibt mit hoher Wahrscheinlichkeit dabei.

„Ich finde es sehr bereichernd, Menschen bei diesem intensiven Prozess zu begleiten“, sagt Fastenleiterin Anett Isabell Marx aus Springe.
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Katharina Weißling Redakteurin zur Autorenseite

Und genießt den charmanten Vorteil, heute genussvoll in die offizielle, christlich geprägte Fastenzeit bis Ostern starten zu können. „Aus Termingründen haben wir unsere Fastenwoche schon Ende Januar gemacht“, sagt Fastenleiterin Marx. Ihr Fachgebiet: Heilfasten nach Buchinger aber auch Basenkost und Frischkost. „Streng genommen ist das schon kein Fasten mehr, aber das legt jeder etwas anders für sich aus“, sagt die Springerin.

Für die meisten Deutschen heißt Fasten für begrenzte Zeit auf Alkohol, Süßigkeiten oder Fleisch zu verzichten. Aber auch der Verzicht aufs Rauchen oder Medienkonsum gewinnt an Beliebtheit. „Für mich geht es beim Fasten darum, Dinge für sich zu klären“, sagt Marx. Zum Beispiel ob Gewohnheiten sich in Richtung Abhängigkeit entwickelt haben.

Eine Art Sucht nach Süßem komme in ihren Kursen immer wieder zum Vorschein. „Auf der anderen Seite kann Fasten uns wieder Freude am Genuss schenken“, betont die Sozialpädagogin. Eines ihrer liebsten Beispiele aus ihrer Erfahrung: Ein Mann, der mit Übergewicht, Bluthochdruck und beginnender Diabetes ins jährliche Fasten einstieg und der wenige Jahre später normalgewichtig und diabetesfrei nur noch eine statt sechs Tabletten am Tag zu sich nimmt. Gerade beim Fasten nach Buchinger sind aber auch Begleiterscheinungen wie Kopfschmerzen oder Hautauschlag durchaus üblich, weiß Marx.

Die neue Pfarrsekretärin der St.-Andreas-Gemeinde Springe, Stephanie Stark, hat früher einen Schokoladenladen in Hamburg geführt. „Meine Einstellung zum Fasten ist durchaus positiv, mit zwei kleinen Kindern zuhause brauche ich zur Stärkung meiner Nerven aber hin und wieder ein kleines, gutes Stück Schokolade oder ein Gläschen Wein,“ sagt sie und setzt dieses Jahr aus. Gut so, wenn man Annett Marx glaubt, denn „Lax ans Fasten gehen, das klappt meistens nicht.“

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