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Die Zukunft der Christ-König-Kirche in Springe

SPRINGE. Dass bei der katholischen Gemeinde Christ König nicht alles so bleiben würde, wie bisher, steht lange fest: Nun ist klar, wie die katholische Kirche in der Region die Umstrukturierungen angehen wird.

Künftig kümmert sich ein Team aus drei Priestern, einem Diakon und einer Gemeindereferentin um die Christ-König-Gemeinde – ebenso wie um zwei weitere Gemeinden.
Mischer

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Ralf T. Mischer Redakteur zur Autorenseite

Und auch der Name des neuen Pastors steht fest: Er heißt Stefan Herr – wird aber nicht ausschließlich für Springe zuständig sein.

Wie berichtet, ist der langjährige Pfarrer, Johannes Sostaric, bereits im April in den Ruhestand gegangen. Sein Nachfolger, Pfarrer Christoph Müller, ist gleichsam nur auf der Durchreise – die Gemeinde Christ König mit ihren 3106 Gemeindegliedern als Personalkarussell.

Ins Amt eingeführt wird der neue Pfarrer im September, sagt Rüdiger Wala, Referent für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der katholischen Kirche in der Region. Fest steht aber bereits jetzt, dass Herr nicht allein für Christ-König verantwortlich sein wird: Der Neue wird sich zugleich um die Gemeinde Maximilian Kolbe in Hannover-Ronnenberg kümmern. „Und zu einem späteren Zeitpunkt wird es gemeinsam mit St. Bonifatius in Gehrden ein fünfköpfiges Team, drei Priester, einen Diakon und eine Gemeindereferentin geben.“

Das heißt unterm Strich, dass sich Springe ein Team mit drei Gemeinden teilen muss – das dürfte gerade verwaltungstechnisch eine Herausforderung werden. Die Leitung des Teams übernimmt ab September Pfarrer Johannes Lim. Er war bis April 2018 Pfarrer der Gemeinde St.- Heinrich in Hannover. Von Springe nach Gehrden sind es 18 Kilometer, eine Fahrt dauert rund 20 Minuten, von Springe bis zum Pfarramt Maximilian Kolbe in Ronnenberg sind es sogar 23 Kilometer, eine Fahrt dauert eine knappe halbe Stunde.

Welcher Pfarrer wo und wann, welche Messe feiern wird, darüber wird die Kirche dem Team keine Vorgaben machen, das bleibt dem Personal vor Ort überlassen. Wala versichert ausdrücklich: „Die Gemeinden bleiben eigenständig, teilen sich aber gewissermaßen dieses Team.“ Die Kirche nennt diese Praxis „überpfarrlichen Personaleinsatz“. Laut Wala hat man damit in Wolfsburg und Gifhorn, wo das Modell seit längerer Zeit praktiziert wird, gute Erfahrungen gemacht. „Die Gremien kommen gut mit dem System klar“, versichert der Sprecher auf Nachfrage.

Domkapitular Martin Wilk räumt im Gemeindebrief ein, dass „mit dieser Form des Personaleinsatzes sicherlich viele Fragen und auch Befürchtungen und Ängste“ verbunden seien. Er versichert, dass die Kirchenleitung die Mitarbeiter und Gemeindemitglieder „unterstützen und begleiten“ werde.

„Wir sind voller guter Hoffnung, dass das klappen wird“, sagt Horst Wolf, stellvertretender Vorsitzender des Pastoralrats der Christ-König-Gemeinde, zu den anstehenden Neuerungen.



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