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Die Zeit ist aus den Fugen geraten

SPRINGE. „Am Volkstrauertag 2016 müssen wir mit Trauer, Entsetzen und Scham feststellen, dass sich die Spuren der Gewalt weltweit fortsetzen bis heute.“ Superintendent i. R. Christian Klatt machte am Sonntag in Springe deutlich, dass der Gedenktag nicht aus der Zeit gefallen ist.

Frieden beginnt im Kleinen und Alltäglichen, betonte Christian Klatt in einer zeitgemäßen Andacht zum Volkstrauertag. Foto: Weißling
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Katharina Weißling Redakteurin zur Autorenseite

Stattdessen sei er eine Mahnung zum Frieden, „die heute nötiger denn je ist.“Am Volkstrauertag schlägt Superintendent i. R. Christian Klatt die Brücke zu einer verstörenden Gegenwart

In seiner Andacht nahm er Bezug sowohl zum islamistischen Terror, als auch zu einer Verrohung der Sitten in der Zivilgesellschaft – in Fußballstadien ebenso wie im Internet. Zum Gedenken an die Weltkriege hatte sich neben Feuerwehr und Ortsratsmitgliedern erneut eine stattliche Zuschauerzahl versammelt, darunter Familien mit Kindern und Schüler des Otto-Hahn-Gymnasiums. „Ich finde das ist schon eine wichtige Botschaft hier zu sein“, sagte Schülerin Antonia Eckhardt.

„Dieses Denkmal weist eine erstaunliche Schlichtheit auf“, bemerkte Klatt zum Springer Weltkriegsdenkmal. Es sei angenehm frei von jeglicher Helden und Kriegserhöhung. Den Bibelvers darauf, „Meine Zeit steht in Deinen Händen“, baute er in die Andacht ein. Er sei ein starker Trost, aber auch eine Verpflichtung dazu, den Boden für Freundlichkeit zu bereiten. „Der Friede fängt im Kleinen und Alltäglichen an“. Wie nah Krieg und Unterhaltung hierzulande alltäglich nebeneinander bestehen betonte auch Springes Ortbürgermeister Karl-Heinz Friedrich. Vor der 1000. Folge des Tatorts zeigten die Nachrichten auch an diesem Abend das tägliche Leid auf der Welt.

Auch in allen anderen Ortsteilen fanden am Sonntag Gedenkveranstaltungen statt. In Alvesrode etwa waren erneut zwei englische Soldaten Thema, die dort im Zweiten Weltkrieg bei einem Flugzeugabsturz starben.

Ortsbürgermeister Dieter Gonschorek hatte schon im Vorfeld Gestecke an den Gräbern der Männer auf dem britischen Soldatenfriedhof in Hannover niedergelegt.



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