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Amrei Klawier ist Springes erste Jugendbürgermeisterin / „Für 14- bis 18-Jährige ist hier zu wenig los“

Die Vegetarierin, die zupacken und motivieren kann

Springe (mari). Zwei Frauen haben in diesem Jahr versucht, als erste Bürgermeisterin Springes in die Stadtgeschichte einzugehen. Was Silvia Jünke (SPD) und Elke Thielmann-Dittert (Grüne) verwehrt blieb, hat Amrei Klawier aus Eldagsen vor wenigen Tagen im Kleinen geschafft: Die 16-Jährige ist als erste Jugendbürgermeisterin der Deisterstadt gewählt worden.

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Gerechnet hatte die Eldagsenerin damit nicht: Die Vegetarierin, die den Zweig „Hauswirtschaft und Pflege“ auf der Springer Berufsschule besucht, schaffte erst im zweiten Anlauf den Sprung ins Springer Jugendparlament (Jupa). Sie kam im April als Nachrückerin ins neunköpfige Gremium. Trotzdem – oder vielleicht gerade deshalb – übernahm die 16-Jährige sofort Verantwortung. Sie kümmerte sich maßgeblich darum, dass das Jugendparlament im Schulzentrum Süd ein Zuhause erhielt. Zusammen mit wechselnden Mitgliedern strich Amrei Klawier die Wände, fertigte ein Logo und baute die neuen Möbel zusammen. „Da habe ich manches Mal gefragt: „Hallo Leute, wo seid ihr?“, wenn es nicht so lief“, erinnert sie sich.

Aus dieser Erfahrung heraus habe sie sich spontan zur Wahl gestellt, als ihr Vorgänger Muhamed Farhat überraschend zurücktrat. Ihr Hauptziel für die einjährige Amtszeit: „In Springe ist zu wenig für Jugendliche los. Das müssen wir ändern.“ Das Jugendzentrum sei toll – aber nicht bekannt genug. Mit einem Kinoabend und einer Party will das Jupa dafür sorgen, dass mehr Besucher in die Einrichtung kommen. „Wenn man als 14- bis 18-Jähriger hier abends in einer Kneipe sitzt, wird man leider komisch angeguckt. Also brauchen wir andere Orte, an denen wir uns treffen können.“ Wichtig seien auch Angebote in den Sommerferien wie eine Tagesfahrt nach Hamburg oder in einen Freizeitpark: „Auch daran arbeiten wir.“

Aus ihrer Familie und ihrem Freundeskreis hat Amrei Klawier zahlreiche Glückwünsche erhalten. „Die haben sich riesig gefreut. Vor allem mein ältester Bruder fand es super-gut, dass ich jetzt Jugendbürgermeisterin bin. Denn er gehört zu denjenigen, die sich vor vier Jahren für die Einrichtung des Jupas eingesetzt haben.“



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