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Die Stadt will bis 2021 gut 30 Millionen Euro investieren

SPRINGE. Die Ratsmehrheit will die Stadt ein wenig einbremsen: Sie soll Investitionen realistischer planen, fordern CDU und SPD. Wie aktuell die Debatte ist, zeigt ein Blick auf die Planungen der Verwaltung: Die will bis 2021 fast 30 Millionen Euro verbauen – allein für ihre Gebäude.

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Christian Zett Redaktionsleiter zur Autorenseite

Kanäle und Straßen nicht mitgerechnet. Dazu kommen kleinere Posten wie gut eine Million Euro pro Jahr für Reparaturen und kleinere Maßnahmen. Ein Überblick, was wann passieren soll.

2018: 6,7 Millionen Euro sind eingeplant – zumindest im ersten Entwurf des Haushalts, den der Finanzausschuss heute Abend beschließen soll. 400 000 Euro hat die Stadt inzwischen selbst wieder gestrichen, weil der geplante Umbau des Polizeigebäudes derzeit nicht umzusetzen ist: Es sollen weitere Gespräche mit dem Land geführt werden.

Trotzdem bleiben noch viele Posten: 3 Millionen Euro für den ersten Abschnitt der Grundschule Bennigsen, eine Million für die IGS. 450 000 Euro betragen allein die Planungskosten für den Ausbau des Burghof-Rathauses, weitere 350 000 Euro werden für die Planung der Feuerwehrhäuser in Eldagsen und Altenhagen I fällig.

In die Technik und Betonsanierung des Bennigser Lehrschwimmbeckens will die Stadt weitere 120 000 Euro stecken. 200 000 Euro kostet allein in diesem Jahr die Sanierung der maroden Notbeleuchtung im Schulzentrum Süd. Weitere Posten: die Sanierungen der Sporthalle in Alvesrode (110 000 Euro) und der Grundschule Hinter der Burg (250 000 Euro) sowie Schallschutz und Fluchtwege an der Grundschule Eldagsen (140 000 Euro), Brand- und Schallschutz an der Grundschule Völksen (83 000 Euro). Für 300 000 Euro will die Stadt Planungsleistungen und Container für die Kita-Erweiterung in Gestorf ankaufen.

2019: Mit 13,2 Millionen Euro klar das teuerste Jahr bis 2021: Allein 6 Millionen sind für die IGS verplant, 5 für die Grundschule Bennigsen. 1,4 Millionen Euro kommen dazu für das Feuerwehrhaus in Eldagsen, für 150 000 Euro soll der Neubau in Alferde geplant werden.

2020: 8,5 Millionen Euro fließen hauptsächlich in die Grundschule Bennigsen und die IGS (jeweils 3 Millionen). Das Gerätehaus Eldagsen kostet weitere 1,1 Millionen Euro (wenn die Planungen sich nicht ändern). 800 000 Euro werden für das Feuerwehrhaus in Altenhagen I fällig. In Mittelrode sollen die Planungen dafür beginnen (50 000 Euro). Wieder eingesetzt werden sollen 2020 und 2021 die Sanierungen am Schulzentrum Süd – 500 000 Euro würden dann pro Jahr für das Otto-Hahn-Gymnasium fällig. Orientieren will sich die Stadt dabei am entstehenden Raum-Konzept „OHG 2030“.

2021: Neben der OHG-Sanierung würden nach aktuellen Planungen 710 000 Euro für das Feuerwehrhaus in Alferde fällig. Für 50 000 Euro will die Stadt dann den Neubau in Völksen planen, der wiederum 2023 gebaut werden soll. Weiterer Zeitplan: für das Feuerwehrhaus in Lüdersen: Planung 2022, Bau 2024. Boitzum: Planung 2023, Bau 2025.

Reparaturen: Für diesen Posten plant die Stadt bis 2021 pro Jahr zwischen 1 und 1,3 Millionen Euro ein. Größte Posten neben allgemeinen Reparaturen und Wartungen: 55 000 Euro für einen neuen Heizkessel an der Grundschule Völksen (geplant für das Jahr 2019), 40 000 Euro für einen Grundanstrich aller Klassen- und Nebenräume der Grundschule Gestorf (2018), 50 000 Euro für die Sanierung des Hallenbad-Eingangsbereichs (2020). Für 25 000 Euro soll die Bennigser Friedhofskapelle ebenfalls einen neuen Eingangsbereich samt Überdachung bekommen – und zwar im Jahr 2019.

Über die endgültige Verteilung der Investitionen entscheiden in den nächsten Tagen der Finanz- und der Verwaltungsausschuss sowie endgültig der Rat. Der trifft sich am Donnerstag, 25. Januar, um 18 Uhr im Schulzentrum Süd.

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