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Größte DLG-Messe aller Zeiten

Die Ruhe vor dem Sturm auf Springes Feldern

Von Markus Richter

Springe/Bockerode. Weites Land – wohin das Auge blickt. In der Ferne zwei Rasenmäher, Menschen in kleinen Grüppchen auf Feldern. Die Pflanzen recken ihre Köpfe schon in die Höhe, selbst sie scheinen zu spüren: Etwas Großes liegt in der Luft. Hier, rund um das Rittergut Bockerode, werden Mitte Juni tausende Besucher aus aller Welt zum wichtigsten landwirtschaftlichen Ereignis des Jahres strömen. Es werden die wahrscheinlich größten Feldtage, die es je in Deutschland gab.

Feldfrüchte im Visier der Experten: Silke Henze von der Landwirt

Von Markus Richter

Springe/Bockerode. Weites Land – wohin das Auge blickt. In der Ferne zwei Rasenmäher, Menschen in kleinen Grüppchen auf Feldern. Die Pflanzen recken ihre Köpfe schon in die Höhe, selbst sie scheinen zu spüren: Etwas Großes liegt in der Luft. Hier, rund um das Rittergut Bockerode, werden Mitte Juni tausende Besucher aus aller Welt zum wichtigsten landwirtschaftlichen Ereignis des Jahres strömen. Es werden die wahrscheinlich größten Feldtage, die es je in Deutschland gab.

Hausherr Friedrich Henkels, Betriebsleiter des Familienunternehmens Gut Bockerode, führte gestern nach einer dreistündigen Pressekonferenz der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG) das Publikum aus über 30 Fachjournalisten und Firmenrepräsentanten über das weitläufige Gelände.

Zuletzt fand die Messe 1992 in Niedersachsen statt. Für das „Zukunftsforum für den modernen Pflanzenbau“ registriert die DLG schon jetzt „mehr Anmeldungen als je zuvor“, berichtet Dr. Jochen Köckler, Geschäftsführer des Bereichs Ausstellungen. Gemeinsam mit der Agravis, der Nord/LB und dem Landwirtschaftsministerium soll die wichtigste deutsche Pflanzenbaumesse neueste Technologien vorführen, soll informieren – und auch Optimismus verbreiten. Köckler legte gestern damit schon los: Die Talsohle im Marktfruchtanbau sei durchschritten. In Springe sollen nun die Weichen für die gesamte Branche gestellt werden: Wann und wie kommen Roboter auf dem Feld zum Einsatz? Welches Saatgut dient als Ernährungsgrundlage der Menschheit in der Zukunft? Wie kann effizienter gearbeitet werden?

„Landtechnik ist immer ein Anziehungspunkt“, weiß Köckler, „egal, ob man mit dem Trecker groß geworden ist oder nicht“. Und so werden die Felder rund ums Rittergut zu einer Motorshow der Mähdrescher und Düngemaschinen. Diskutiert werden soll auf den DLG-Feldtagen auch über umstrittene Themen: Gentechnik beispielsweise – oder den Pflanzenanbau für erneuerbare Energien.

Beim Rundgang über die Felder steht auch Jürgen Lenz aus Böbber als heimischer Landwirt Rede und Antwort. Sein Unternehmen nutzt das Forum zum Wirkungstest verschiedener Witterungsverhältnisse auf den Getreideanbau. Und: In einer Trockenparzelle soll unterschiedlicher Raps ganz ohne Wasser auskommen. „Ich bin zum zehnten Mal bei den Feldtagen dabei – noch nie hatte ich einen so kurzen Anfahrtsweg wie in diesem Jahr“, sagt Lenz.

Bei den Fachtagen der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft vom 15. bis 17. Juni werden 20 000 Besucher rund um das Rittergut Bockerode erwartet. Die Ausstellungsfläche ist 48 Hektar groß, beträgt also fast eine halbe Million Quadratmeter. 14 Hektar davon sind Versuchsfelder, auf 22 Hektar werden modernste Landmaschinen vorgeführt, die Campusfläche ist zwei Hektar groß. Allein für Parkplätze stehen 10 Hektar zur Verfügung. Die Feldtage in Springe werden so groß wie nie zuvor sein: 272 Unternehmen und Institutionen aus 13 Ländern haben sich angemeldet.



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