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Verwaltung prüft den Neubau eines Multifunktionsgebäudes – für Sport, Messen und Konzerte

Die Idee: Eine Halle für alle im Süden

Springe (mari). Der Brand der Bisonhalle ist eine Katastrophe für den Trägerverein SC Bison Calenberg. Für Sportler und Veranstalter aus Springe könnte er aber auch eine Chance bedeuten: Es gibt ernsthafte Überlegungen, im Süden der Stadt eine Mehrzweckhalle zu errichten.

Das Gelände der abgebrannten Bisonhalle: Wird hier neu gebaut – oder im Süden der Stadt? Foto: ric

Bürgermeister Jörg-Roger Hische hat seine Mitarbeiter aus dem Hoch- und dem Schulamt gebeten, innerhalb einer Woche „konkrete Zahlen, Daten und Fakten“ zusammenzutragen. Geklärt werden soll unter anderem, wie teuer der Neubau einer Sporthalle ist, wie groß das Gebäude sein müsste und wo es idealerweise stehen sollte. Über allem steht dabei die Frage, ob es auch ohne eine weitere Halle geht.

Erste Ergebnisse sollen bis zum Verwaltungsausschuss am Donnerstag nächster Woche vorlegen. Gestern traf sich Hische bereits mit Klaus Johansson, Vorsitzender des SC Bison Calenberg, und Dennis Melching, Manager der Handballfreunde Springe. Um das Gespräch hatten Johansson und Melching gebeten: Während der SC Bison Calenberg den Neubau einer Halle (bevorzugt am alten Standort) für unerlässlich hält und fordert, sprechen die Handballer vorsichtig von einem Traum. Ihre jetzige Spielstätte am Schulzentrum Süd fasst zu wenig Zuschauer, der Hallenboden ist schlecht. Sollten die Herren in die 2. Bundesliga aufsteigen, brauchen sie unter anderem weitere Auslaufzonen und größere Sanitärräume.

„Mit einer Ausnahmegenehmigung dürften wir aber auch am jetzigen Standort spielen“, betont Melching, der sehr wohl um den defizitären Haushalt der Stadt wisse: „Das Projekt wäre finanziell nicht einfach zu stemmen.“

Sportring-Chef Wilfried Baxmann fehlen verlässliche Zahlen, um die Notwendigkeit einer neuen Halle beurteilen zu können. Für ihn – ebenso wie für Hische und Melching – steht aber fest: „Sollten wir bauen, dann müsste es eine Multifunktionshalle sein.“ Dort könnten außer Turnieren und Punktspielen auch Konzerte, Messen und andere Großveranstaltungen stattfinden. Anbieten würde sich ein Platz in der Nähe des Sportzentrums Süd. „Idealerweise könnte man das Gebäude von der B 217 aus sehen“, meint Melching.

Für die Trägerschaft kristallisiert sich noch kein Wunschmodell heraus. Möglich wäre etwa eine öffentlich-private Partnerschaft. Entscheidend für alle weiteren Überlegungen wird sein, wie viel Geld die Stadt für die abgebrannte Halle erhält. Die Höhe der Summe, die die Versicherung bewilligt, steht noch nicht fest.



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