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Die Gärten sollen vor Weihnachten winterfest sein

BENNIGSEN/SPRINGE. Die Garten- und Landschaftsbauer in und um Springe stehen derzeit unter Hochdruck: Astschnitt, Laubeinsammeln, Rasen ausrollen, Stauden zurückschneiden und winterfest machen – da kommt an Überstunden niemand vorbei.

Bei starkem Frost können die Wurzeln der Buchsbäume Schaden nehmen. Der Schnee isoliert die Pflanzen aber. Foto: w.r.wagner / pixelio.de
Mischer

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Ralf T. Mischer Redakteur zur Autorenseite

„Wir sind voll im Stress“, sagt Stefan Dressler von der Firma Greenline. „Die Kunden erwarten, dass pünktlich zu Weihnachten der Garten fertig ist“, sagt Stefan Dressler von der Firma Greenline in Springe, „deshalb ist gerade viel zu tun“. Zusätzlicher Zeitdruck entsteht in der Branche dadurch, dass die Tage zunehmend kürzer werden. „Im Sommer haben wir pro Tag rund zehn Stunden, an denen wir etwas machen können – im Winter verkürzt sich die Zeit mit Pausen auf acht Stunden – dann ist es dunkel.“ Da ist gute Organisation gefragt.

Für Britta Sandig vom Gartenbaubetrieb „Ideen für den Garten“ fängt die Hochsaison erst im Frühjahr an – dann werden Gärten um- und neugestaltet, nach Möglichkeit wünschten sich die Kunden dann, dass vor Ende April alles fertig ist. „Für die Baumschneidearbeiten, die jetzt anstehen, haben wir eigentlich genug Zeit, da kommt es ja nicht auf den Tag und Monat an“, sagt sie.

Auch die letzten Handgriffe bei den Topfpflanzen und Stauden bringen sie nicht unter Zeitdruck. „Als Kälteschutz eignen sich Jutesäcke besonders gut, die schützen und sehen schick aus“, erläutert Sandig, wie sich etwa Buchsbäume draußen überwintern lassen. Generell sind die grünen Zierpflanzen recht frostresisent. Aber die Wurzeln können im ungünstigen Fall Schaden nehmen. Um das zu verhindern, sollten Gartenfreunde den Topf mit der Jute abdecken – nicht die Kugel.

Andreas Gerland, Geschäftsführer im Gartenbereich bei Werners Multiservice in Bennigsen, berichtet, dass bei ihm die Auftragsflut im Herbst und Frühjahr besonders groß ist – beide halten sich die Waage.

Viel Arbeit haben er und seine Mitarbeiter derzeit mit dem Laub. „Das sollte auf Rasenflächen unbedingt abgeräumt werden – sonst leidet der Rasen stark“, sagt der Gärtnermeister. Auf Beeten kann es im Zweifelsfall auch liegen bleiben.

Information

Wenn die Topfpflanzen abgedeckt und die Büsche zurückgeschnitten sind, der Frost im Boden und der Schnee darauf liegt, dann ist Ruhe in der Pflanzenwelt – und der Gärtner kann durchatmen. Von wegen! Gärtnerin Britta Sandig: „Die meisten Pflanzen, die den Winter nicht überstehen, sind nicht erfroren, sondern vertrocknet. Ihr Rat an alle Gartenbesitzer: Immergrüne Pflanzen sollten auch im Winter gegossen werden. Damit die Flüssigkeit durch den angefrorenen Boden gelangen kann, rät sie, lauwarmes Wasser zu verwenden. Das gillt auch für Immergrüne, die in Kübeln oder Töpfen auf der Terrasse stehen.

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