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Aufgaben bei den Freiwilligen in Eldagsen nehmen zu

Die Feuerwehr als Unternehmen

ELDAGSEN. Es ist ein lebenswichtiges Engagement. Insgesamt 62 Einsätze hat die Freiwillige Feuerwehr Eldagsen im vergangenen Jahr gestemmt, listete Ortsbrandmeister Andreas Meyer auf.

„Die Planungsphase ist abgeschlossen. Nun geht es an die Detailplanung“. Ortsbrandmeister Andreas Meyer (l.) hofft noch dieses Jahr auf den ersten Spatenstich für das neue Feuerwehrgerätehaus in Eldagsen. FOTO: SZABO

Autor:

Patricia Szabo

Das sind 42 Einsätze weniger als 2017. Damals habe das Sommer-Hochwasser zu der hohen Einsatzzahl geführt.

Aber auch im vergangenen Jahr führten Wetterextreme zu erhöhter Bereitschaft. Im Januar hielt das Orkantief „Friederike“ die Kameraden auf Trab und führte zu gleich 40 Einsätzen. Allein zehn davon fanden in Eldagsen statt. Aber wegen Fehlalarmen und technischer Hilfsleistungen rückten die Ehrenamtlichen aus. In besonderer Erinnerung blieb der Zusammenprall eines Rübenroders mit einem Strommast bei Lüdersen. Auch die zehntägige Bereitschaft während der Waldbrände in Schweden würden die Freiwilligen nicht so schnell vergessen. „Das war für Eldagsen ein besonderer Moment“, sagte Meyer. „Eine Erfahrung, die man nicht missen mag“, war darüber hinaus der Einsatz während des Moorbrandes in Meppen, zu dem ein Kamerad entsandt wurde.

Für optimale Vorbereitung investierte die Truppe zahlreiche Stunden in Aus- und Fortbildung, etwa während eines Hochwasser-Seminars: „Wir haben unter der Anleitung des Technischen Hilfswerks gelernt, fachgerecht Sandsäcke zu stapeln.“ Auch für Einsätze bei Verkehrsunfällen sei die Feuerwehr bestens ausgestattet und ausgebildet, denn nicht selten müssen die Kameraden bis zum Eintreffen des Rettungswagens Erste Hilfe leisten. Es habe sich herausgestellt, dass der Rettungsdienst im Stadtgebiet nut eingeschränkte Kapazitäten habe, resümierte Meyer. 20 Minuten habe es nach einem Unfall gedauert, bis der erste Rettungswagen eintraf. Gleichzeitig erinnerte Meyer daran, dass das Aufgabenspektrum der Feuerwehr immer weiter wachse und inzwischen einem mittelständischen Unternehmen ähnele.

Zum eigenen Wohl auch mal „Nein“ sagen können, dafür appellierte Brandschutzabschnittsleiter Eric Pahlke. Es könne nicht sein, dass die Kameraden etwa nach einem Personenschaden Körperteile einsammeln müssten. Dafür gebe es Bestatter. „Die Bilder, die sie aufgeschnappt haben, werden sie nie wieder los“, so Meyer. Nicht nur beste Ausbildung, sondern auch moderne Technik und hochwertige Ausrüstung seien maßgeblich für erfolgreiche Einsätze. Nach 18 Jahren Erprobung seien nun auch die Feuerwehren im Springer Raum mit Digitalfunk ausgestattet worden, sagte Meyer. Nicht so in anderen Teilen der Region, was dazu führe, dass „man mit den Feuerwehren in Bad Münder oder Nordstemmen nicht kommunizieren könne“. Allerdings soll bis Ende des Jahres nachgerüstet werden. Angeschafft wurden zudem neue Einsatzanzüge. Für den Kauf werden im Haushalt laut Meyer jedes Jahr 60 000 Euro bereit gestellt. Bei einem Preis von rund 1000 Euro pro Schutzanzug dauere die Ausstattung daher etwas länger. Ebenfalls für Freude sorgte die Anschaffung eines neuen Fahrzeuges, eines „MAN-TGE“. Es ist erst der zweite TGE des Herstellers, das in Deutschland als Mannschaftsfahrzeug zugelassen sei und damit ein echtes Highlight, das für landesweites Interesse sorgt. Im Bericht aus der Jugendfeuerwehr stellte der ehemalige Jugendwart Julian Rathe die Aktivitäten des vergangenen Jahres und das neue Team vor, das sich in Zukunft um die Jugendarbeit kümmert.

Mit Christian Wedig als Jugendwart, Sven Hollebusch als seinen Stellvertreter sowie Maximilian Mallon, Leonie Dittrich und Johanna Hische als Betreuer habe er eine tolle Mannschaft gefunden, sagte Rathe. Zur Zeit zählt die Jugendfeuerwehr 20 Mitglieder. Elf mehr sind es in der Kinderfeuerwehr. Auch der Nachwuchs sei mit vielen Aktionen und 20 Diensten im Laufe des vergangenen Jahres dabei, berichtete Ute Kaehler.

Die Feuerwehr zählt aktuell 68 Mitglieder. Das sind sechs Kameraden mehr als im vergangenen Jahr. Während der Jahresversammlung freuten sich die Kameraden zudem über den Besuch der Partnerwehr aus Blickershausen.



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