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Halteverbote von vielen Fahrern ignoriert

Deutliche Worte auf rosarotem Papier

Springe. Der Splitt liegt, die Autos stehen – und das ist gar nicht im Sinne der Stadt. Die kontrolliert zurzeit verschärft Bereiche, in denen Bedarfshalteverbote eingerichtet wurden. Kontrolleur Rolf Ackermann hat festgestellt: Viele Anwohner ignorieren die Regelung.

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Autor:

Markus Richter

In Abstimmung mit Bürgermeister Jörg-Roger Hische versucht es das Ordnungsamt zunächst auf die sanfte Tour. „Wir zeigen den Falschparkern die gelbe Karte“, erklärt Ackermann. Die ist zwar in zartrosa gehalten, spricht aber eine deutliche Sprache: Wird der Verkehrssünder noch einmal bei diesem Delikt erwischt, muss er ein Verwarngeld zahlen. Das liegt in diesem Fall bei 15 Euro; wird der Verkehr behindert, sind es 25 Euro.

Hintergrund der Halteverbote: An zahlreichen Straßen wurde ganzflächig gesplittet, um eine kostenintensive Sanierung des Belags zu verschieben. Die Körner müssen allerdings eingefahren werden – auf voller Fahrbahnbreite. Daher gilt tagsüber zwischen 7 und 17 Uhr das absolute Halteverbot. Betroffen sind einige Strecken in der Innenstadt, aber auch viele Bereiche am Hang des Ebersbergs. „Die Anwohner denken, hier kontrollieren wir nicht“, sagt Ackermann und belehrt sie eines Besseren.

Auch wenn der Stadtmitarbeiter aufgrund seines Jobs nicht immer die Herzen der Autofahrer gewinnt – er ist überzeugt, in Springe werde „sehr human aufgeschrieben“. Auch in anderen Fällen gehe man nicht mit der Brechstange vor. In der Schulstraße wurde extra wegen drei geparkter Autos, deren Halter im Urlaub waren, eine Woche später gesplittet. Der Gesetzgeber erlaubt eine rigorose Vorgehensweise: Ein Bedarfshalteverbot muss 72 Stunden vorher aufgestellt werden. Wer danach noch dort steht, wird abgeschleppt.



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