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Die Tiefbauer können nicht klären, warum die Kollwitz-Straße aufgebrochen ist – und ob sie es wieder tut

Des Rätsels Lösung bleibt unter der Erde

Springe (mari). Es klingt so, als sei David Copperfield nach Springe gezogen: Unter dem Asphalt der Käthe-Kollwitz-Straße ist etwa ein halber Kubikmeter Erde verschwunden. Spurlos. Der städtische Tiefbauer Uwe Bauer grübelt beim Blick ins schwarze Loch: „Man kann beim besten Willen keine Abflussspuren erkennen. Da ist nur gewachsener Boden.“

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Ans Tageslicht kam der unterirdische Hohlraum, als am Sonntag ein Kutschpferd plötzlich mit seinen Vorderhufen in die Fahrbahn einbrach. Die Stadt sperrte die Stelle ab, am Mittwoch rückte die Firma „Lübben“ aus Bennigsen an und grub sich in die Tiefe. Gestern schlossen die Facharbeiter die drei mal vier Meter große Baustelle. In den nächsten Tagen soll das Stück wieder für den Verkehr freigegeben werden.

Was bleibt, ist ein Rätsel. Ganz offensichtlich fehlen unterhalb der Fahrbahn mehrere Schubkarren voll Material. Allerdings wisse niemand, wohin die sind, sagt Bauer. „Das kann ja niemand weggeschaufelt haben.“ Es gibt keinen löchrigen Kanal, keinen Schacht. Die einzige Erklärung: Möglicherweise sei beim Bau der Straße in der Nachkriegszeit der Untergrund nicht richtig verdichtet worden. Das Grundwasser schob den Lehmboden im Lauf der Jahrzehnte zusammen, dadurch bildete sich ein Hohlraum.

Die beauftragte Firma hat in der gesamten Baugrube die Erde ausgetauscht. Sie hat gestern 22 Kubikmeter Kies-Sand-Gemisch verfüllt und obendrauf Schotter geschichtet. Bauer kann nicht ausschließen, dass sich in einem anderen Bereich der Käthe-Kollwitz-Straße irgendwann wieder ein Hohlraum bildet. „Möglich ist das schon.“ Die Stadt könne jetzt aber auch nicht auf Verdacht die gesamte Fahrbahn öffnen. „Dies wäre unverhältnismäßig.“



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