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100 Radfahrer bei der Klimatour durch Springe

Der Plan geht auf

Springe. Es sah am Anfang gar nicht gut aus: Eine Viertelstunde vor dem Start hatte sich gerade eine Handvoll Radfahrer am Gymnasium eingefunden. Der Himmel war grau, ein paar Tröpfchen fielen. Die Klimatour drohte ins Wasser zu fallen. Doch dann kamen immer mehr Teilnehmer – und am Ende begaben sich gut einhundert Interessierte auf eine spannende Exkursion.

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Autor:

Markus Richter

„Ich bin begeistert von der Resonanz“ – Stadtwerkesprecherin Ruth Märtin freute sich, mit dem kostenlosen Angebot habe man genau richtig gelegen. Eine Aktion, auf die auch Tassilo Winkler lange gewartet hatte. „Mich interessieren diese Energiegeschichten, das ist auch technisch reizvoll.“ Winkler hat bereits ein Kernkraftwerk von innen gesehen – gestern widmete er sich den erneuerbaren Anlagen. Stefan Klein vom ADFC nutzte zur Begrüßung die Gelegenheit, für den Aufbau einer Radfahrer-Ortsgruppe zu werben.

Bevor der Tross gemeinsam in die Pedale trat, stand erstmal Klettern an. Es ging aufs Dach des Schulzentrums. Seit Ende 2009 befindet sich dort eine der größten Solaranlagen im Stadtgebiet. Insgesamt 871 Module versorgen rechnerisch 50 Durchschnittshaushalte mit Strom. Stefan Ludewig von den Springer Stadtwerken erlaubte den Gästen, die Aussichtsplattform zu besteigen – in zwei Gruppen, da es sonst zu voll geworden wäre. Der Fachmann beantwortete bereitwillig Fragen. Etwa die, wie stark Hagelkörner die Anlage beschädigen können oder ob die Feuerwehr im Fall eines Brands überhaupt löschen kann. Sie kann, beruhigte Ludewig, durch eine Abschaltung von Außen. Bevor das nächste Ziel angefahren wurde, gab der Experte noch Tipps für die Photovoltaik-Erzeugung auf Dächern privater Gebäude.

„Ich bin neugierig, wann bekommt man schon mal solch eine Gelegenheit?“, meinte Veronika Rakowski. Erst drei Wochen lebt die Bayerin in Springe. Und wollte nun sehen, ob es um die Umgebung in ihrer neuen Heimat genau bestellt ist wie im Süden: „Die mannshohen Maisfelder führen dort zu einer Verarmung der Landschaft“, findet Rakowski.

Aufgerufen zur Tour hatte Klimaschutzmanagerin Katrin Härtel. Nicht nur in den Stadtwerken und dem ADFC fand sie Mitstreiter, sondern auch beim Alvesröder Landwirt Jens Fritzler, dessen Biogasanlage besichtigt wurde, und bei der Firma Windwärts, die ihre Räder bei Bennigsen zeigte. Grund zur Freude gab es auch im Scheunencafé in Mittelrode: Mit so vielen Gästen hatte man auch dort nicht gerechnet.



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