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Region fördert Projekt in Lüdersen

Der kleine Garten Eden

Lüdersen. „Es sind momentan sehr arbeitsintensive Tage. Die Pfingstrosen knospen und müssen angebunden werden. Es ist nach diesem Winter so viel zu tun, da möchte man sich fast zerteilen“, stellt Sieglinde Dorn fest. Unermüdlich werkelt die begeisterte Gartenliebhaberin tagein tagaus in ihrem etwas außerhalb von Lüdersen in einer kleinen Senke gelegenen, 5000 Quadratmeter großen Garten.

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Autor:

Chrstoph Huppert

In einem 132 Seiten starken Bildband hat die Wennigsener Fotografin Susanne Frank Sieglinde Dorns grüne Oase jetzt in Szene gesetzt. „Bei einem Spaziergang hatte ich diese blühende Insel zwischen Feld und Wald entdeckt. Plötzlich tat sich ein märchenhafter Blumengarten auf, ein richtiger kleiner Garten Eden mit Heckenrosen, Bäumen und Blumen, umweht von einem köstlichen Duft.“ Dass Sieglinde Dorn, Jahrgang 1942, den Garten ganz ohne Wasserzuleitung und ohne Motorkraft bewirtschaftet, faszinierte Susanne Frank besonders. In einem Foto-Tagebuch hat sie die rüstige Gärtnerin ein Gartenjahr lang begleitet, akribisch deren vielfältigen Arbeiten von der Aussaat bis zur Blüte in farbenprächtigen Bildern dokumentiert.

„Frau Dorn ist eine sehr ehrgeizige Frau, mit unendlich Energie und Liebe für ihre Arbeit“, so die Autorin. Im abgelegenen Dornschen Garten könne man sich ganz den Stimmungen der Natur hingeben. „Da summen Bienen und Hummeln, flattern Scharen von Schmetterlingen, flitzen Eidechsen durchs Gebüsch, da sind nur Naturgeräusche zu hören, kein Motorenlärm.“

Aber auch die anstrengenden Seiten der Lust am Garten spart Frank nicht aus, die viele Arbeit. Als Flüchtling aus dem Osten kam sie nach dem Krieg in diese Gegend, erzählt Dorn, kauften den Garten mit ihrem Mann vor 40 Jahren. „Erst hatten wir Schafe, Gemüse und Rüben“, erinnert sie sich, nach dem Tod ihres Mannes habe sie sich ganz dem Garten gewidmet.

Der Völksener Verleger Dietrich zu Klampen hat Susanne Franks Gartentagebuch unter dem Titel „Die Blühinsel zwischen Ackerland und Deisterrand“ dank Hilfe der Region Hannover herausbringen können. „Aus Text und Bildern spricht großes Einfühlungsvermögen“, lobt zu Klampen die Autorin. Eine Einschätzung, der sich auch Ulrich Kinder, der Leiter des Fachbereichs Planung und Raumordnung der Region Hannover, nur vorbehaltlos anschließen kann. Im Rahmen der „offenen Pforte“ ist der kleine Garten Eden von Sieglinde Dorn nach Voranmeldung zu besichtigen.



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