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Der Kampf ums schnelle Netz

Springe. Der Kampf um schnelleres Internet für Springe geht in die nächste Runde: Während die Region für eine Studie auf eine Nutzerbefragung setzt, hat Matthias Mieth eine Initiative gegründet, um die Situation vor Ort zu verbessern. Er nennt sein Projekt spöttisch „Schmalbandatlas für Springe und Umgebung“.

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Denn das richtig schnelle Breitband-Netz, das vermisst der Alvesröder in den meisten Ortsteilen. „Darauf will ich aufmerksam machen.“ Es ist nicht das erste Mal, dass sich Mieth vor Ort für eine bessere Infrastruktur einsetzt: Als viele Springer vor zehn Jahren noch mit der langsamen ISDN-Technik surften, holte Mieth über eine Interessengemeinschaft DSL-Verbindungen per Funknetz an den Deister.

Diesen Weg will der 30-Jährige auch heute wieder beschreiten. „Dabei geht es nicht nur um Alvesrode, sondern auch um die Kernstadt und andere Teile Springes“, sagt Mieth. Denn während es DSL heute überall gibt, unterscheiden sich die Geschwindigkeiten teils drastisch – manchmal sogar innerhalb eines Ortes. Und während die Telekom zuletzt etwa Bennigsen, Gestorf und Lüdersen an die neue Hochgeschwindigkeitstechnik „VDSL“ angeschlossen hat, geht man in Springe selbst gerade mal mit einem Drittel der möglichen Höchstleistung ins Netz.

Für Mieth keine Frage von Luxus: „Manchen reichen geringe Geschwindigkeiten. Aber wenn man in einem Haus wohnt, in dem mehrere Leute sich eine Leitung teilen, dann wird es schwierig.“ Auch Filmportale oder Heimarbeitsplätze benötigten hohe Geschwindigkeiten. Mit seinem Angebot „Schmalbandatlas“ will Mieth Betroffene zusammenbringen, um den Bedarf in den einzelnen Ortsteilen auszuloten.

Mit den gesammelten Daten will er die Region bei ihrer Studie unterstützen. Gleichzeitig fragt er den Bedarf ab, um auch auf andere Anbieter als die Telekom zuzugehen. Erste Kontakte habe er hergestellt: Er will klären, wie viele Nutzer die Firmen brauchen, um vor Ort aktiv zu werden. Eine Alternative ist aus seiner Sicht etwa eine Internetverbindung per Satellit.

Die Initiative ist unter www.schmalband-atlas.de erreichbar. Mieth ruft die Springer Internetnutzer auf, sich auch bei der auf seiner Seite verlinkten Studie der Region anzumelden. „Der Zeitaufwand beträgt weniger als drei Minuten.“

Mehr als 60 Anfragen von heimischen Internetnutzern seien in den ersten Tagen bereits bei ihm eingegangen, sagt Mieth: Aus seiner Sicht zeigt das den großen Bedarf. Der 30-Jährige will weiter fürs schnelle Internet kämpfen und hofft, in drei bis vier Monaten erste Ergebnisse zu haben.zett



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