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Hauptschule und OHG Nord sollen im Sommer Gebäude tauschen – Schülerzahl am Ebersberg wächst

Der große Schul-Umzug

Springe. Die Schullandschaft verändert sich und die Stadt muss kurzfristig reagieren: Weil die Grundschule am Ebersberg aus allen Nähten platzt, wird aller Voraussicht nach zum Sommer die Hauptschule umziehen – und das Karussell in Bewegung setzen. Am Ende könnten weitere Umzüge, ein Abriss und zwei Grundstücksverkäufe stehen.

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VON MARKUS RICHTER

Die aktuelle Situation: Die Gerhart-Hauptmann-Hauptschule befindet sich im Schulzentrum Süd, das benachbarte Otto-Hahn-Gymnasium unterrichtet seine Fünft- und Sechstklässler in den Türmen neben der Grundschule am Ebersberg.

Bei Stadt und Rundem Tisch Schule gibt es jetzt konkrete Überlegungen, dass die Einrichtungen ihre Standorte tauschen. Denn: Die Grundschule wird im Sommer noch mehr Kinder bekommen. „In dieser Klarheit wurde das erst in den vergangenen Tagen konkret“, sagt Bürgermeister Jörg-Roger Hische. Die Stadt hat daher eine Sonder-Schulausschusssitzung für den 5. Dezember anberaumt – zwei Stunden vor dem Finanzausschuss – und dazu die Fraktionen informiert. „Der Plan könnte finanzielle Auswirkungen haben“, sagt Hische. Ein entsprechendes Papier für die Politik ist in Vorbereitung.

Grundschulleiterin Yvonne Pape bestätigt auf Anfrage die Entwicklung ihrer Schülerzahlen – sie steigen: „Derzeit haben wir 256 Kinder, nach den Sommerferien werden es bis zu 280 sein.“ Schon jetzt gibt es am Ebersberg ein Platzproblem: Für 13 Klassen gibt es nur neun Klassenräume. Der Musikraum ist längst für den normalen Unterricht umgewandelt, drei Klassen sind nach nebenan in die Türme ausgegliedert worden. Kommt eine weitere Klasse im Sommer dazu, wird diese keinen Platz haben: Das OHG besetzt mit seinen insgesamt zehn fünften und sechsten Klassen den gesamten restlichen Platz im Haus an der Militsch-Trachenberger-Straße. Die Hauptschule jedoch benötigt nur noch sieben Klassenräume – Tendenz durch die erwartete Integrierte Gesamtschule (IGS) ohnehin sinkend. Aus Sicht der Schulleiter hat der Gebäude-Tausch für alle einen Nutzen: Das Raumproblem der Grundschule ist gelöst und das Gymnasium ist endlich an einem Standort vereint. Angenehmer Nebeneffekt für die Hauptschullehrer: Sie müssten zur IGS nicht durchs gesamte Stadtgebiet pendeln.

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