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Der Geist von Willy Brandt: Völksener erhält Ehrenmedaille der SPD Springe

Die Willy-Brandt-Medaille der SPD erhielt jetzt ein verdientes Mitglied bei der Mitgliederversammlung des Spinger Stadtverbands. An die Aktualität von Willy Brandts Entspannungspolitik erinnerte auch der heimische Bundestagsabgeordnete Matthias Miersch, der die Ehrung vornahm.

Autor

Horst Voigtmann Reporter

LÜDERSEN. Miersch ging in seiner Begrüßungsrede in der Bergdorfhalle Lüdersen auf die aktuelle Situation in Deutschland und Europa ein, sprach von der Belastung, die dieser Krieg mit sich bringt, der nicht weit von hier entfernt sei und von dem ja viele erhofft haben, dass es in diesen Zeiten nie wieder dazu kommt.

„Der Geist der Sozialdemokratie lebt vom Gedanken der Solidarität“

In der Erinnerung an Willy Brandt betonte Miersch, dass der Geist der Entspannung weiterleben muss. In diesem Zusammenhang lobte er die ruhige und besonnene Art und Weise, in der SPD-Kanzler Olaf Scholz politisch reagiere: „Wer meint, wir könnten Konflikte lösen, indem wir immer mehr und immer schwerere Waffen liefern, der irrt sich. Diplomatie muss immer am Horizont im Blick sein, egal wie die Gegebenheiten sind. Und das nicht nur unter friedenspolitischen, sondern auch unter energie- und klimapolitischen Gesichtspunkten“, betonte Miersch.

Er ging auch auf den jüngsten Welt-Klimagipfel in Ägypten ein: Es sei spürbar gewesen, wie die Weltgemeinschaft sich in der Klimapolitik wieder einmal verhakt hat. Die notwendigen Prozesse der nachhaltigen Politik und des Klimaschutzes seien unter Konfrontation nicht möglich. Sie brauchten kooperative Gedanken: „Der Geist der Sozialdemokratie lebt vom Gedanken der Solidarität“, erinnerte Miersch die Genossen. „Solidarität umfasst immer auch Empathie für den jeweils anderen, der völlig anders denkt als ich, der möglicherweise ein ganz anderes Rollenverständnis von Männern und Frauen hat, von Demokratie, Diktatur und Herrschertum. Aber das bedeutet ja nicht, dass ich meine Grundwerte aufgebe.“

Matthias Miersch nahm die Ehrungen in der Bergdorfhalle vor.

Bei allen Unterschieden sei es wichtig, den Weg eines kooperativen Miteinanders zu suchen.

Ehrungen für langjährige Mitglieder

Dann wurden ausgiebig die langjährigen Mitglieder geehrt. Besonders im Mittelpunkt stand dabei Volker Beßling, stellvertretender Ortsbürgermeister in Völksen und seit seinem 18. Geburtstag SPD-Mitglied – 50 Jahre. Er hatte in dieser Zeit zahlreiche Ämter inne: 25 Jahre lang war er Kassierer im Stadtverband, Verwalter von Material für die Werbemittel und Wahlbroschüren, Organisator von Veranstaltungen wie dem Tag der SPD auf dem Springer Marktplatz, dem Völksener Kinderfest und dem SPD-Skatturnier. Beßling sei damit ein besonders aktives Mitglied – der Ältestenrat des Ortsvereins Springe habe daher einstimmig beschlossen, Volker Beßling mit der „Willy-Brandt-Medaille“ für seinen Einsatz zu ehren.

Ebenfalls für 50 Jahre in der SPD wurden Günter Fahlbusch, Petra Schenk, Wolfgang König und Bernd-Georg Höfer geehrt. Helmut Kürsten erhielt eine Auszeichnung für 40 Jahre bei den Sozialdemokraten. Urkunden erhielten außerdem Harald Malz (10 Jahre) sowie Robby Peibst, Ernst Rasche, Peter Hürte und Magdalene Dölling (5 Jahre).




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