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Neuer Brunnen am Oberntor könnte erst ein Jahr nach dem Testlauf stehen

Der ganz lange Winterschlaf

Springe. Manche halten ihn für Geldverschwendung, andere sehen in ihm eine originelle Attraktion für die Innenstadt. Was Kritiker und Fans des neuen Oberntor-Brunnens eint: Sie müssen warten. Fördervereins-Chef Jürgen Trotte rechnet möglicherweise erst für den September mit der offiziellen Fertigstellung – ein Jahr nach dem ersten Test und fünf Monate nach dem geplanten Termin. Schuld an der Verzögerung ist nicht nur das Wetter.

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Christian Zett Redaktionsleiter zur Autorenseite

Heute in einer Woche trifft sich der Verein „Kunst und Kultur in der Springer Innenstadt“ zur Jahresversammlung. Auf der Tagesordnung steht dann auch der Zweck, zu dem man sich zunächst gegründet hatte: der Oberntor-Brunnen.

Bei der Stadt erwartet man sehnsüchtig Signale des Vereins: „Ich habe schon versucht, dort jemanden zu erreichen“, sagt Gerd Gennat. Er ist zuständig für die Umbauarbeiten, die die Installation des Brunnens, mit sich bringen wird: die Verlegung mehrerer Parkplätze, die Neupflasterung, die Planung der Versorgungsleitungen für Strom und Wasser.

Doch was genau wann passieren soll, was es kostet und wer es bezahlt – all das würde Gennat gerne mit dem Förderverein absprechen. „Herr Rimkus ist eigentlich startklar“, sagt der Stadt-Mitarbeiter.

So ganz startklar ist Herr Rimkus dann aber doch nicht. Künstler Andreas Rimkus lässt seinen Brunnen momentan von einem Münderaner Fachmann für Elektrotechnik verkabeln. Es geht um die Steuerung für die zahlreichen kleinen Überraschungen des Brunnens, die junge – und ältere – Innenstadtbesucher erfreuen sollen.

Fest steht: Der Brunnen ist kitzelig. Soll heißen: Auf eine Berührung wie beim echten Kitzeln reagiert er – logisch – mit Gelächter. „Wenn man es falsch macht, lacht er auch nicht“, sagt Rimkus. Alle anderen möglichen Zusatzfunktionen – wie eine Internetsteuerung – werden baulich vorbereitet, können aber erst umgesetzt werden, wenn der Förderverein Sponsoren dafür gefunden hat.

Dessen Vorsitzender Trotte wiederum vermag keine genaue Prognose zu geben, wann der Brunnen steht: „Ich denke aber, dass es eher September wird.“

Wer sich die Zeit verkürzen möchte, wird übrigens beim NDR fündig: Im Internet-„Klangatlas“ des Senders sind sowohl der Brunnen als auch der Springer Ratsnachtwächter Heinerich als typisch norddeutsche Geräusche abgespeichert.



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