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Andreas Rimkus weiht erste Skulpturen für den Kontinentalweg ein

Der Feuervogel im Deister

Springe. Allein der Schnabel der Figur ist ungefähr 1,50 Meter lang. Und er ist aufwendig geschnitzt, mit vielen kleinen Details versehen, die vermuten lassen, dass unzählige Arbeitsstunden allein in diese feingliedrigen Verzierungen geflossen sein müssen. Bei der insgesamt mehr als drei Meter hohen Holzskulptur an der Wöltjebuche im Deister handelt es sich um einen Feuervogel – ein Tier aus der afrikanischen Mythologie. Gestern wurde die Figur als zweites Werk des Kontinentalweges im heimischen Höhenzug eingeweiht.

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Autor:

von Jennifer Schüller

Der Springer Schmiedekünstler Andreas Rimkus hatte das Kunstprojekt ins Leben gerufen. Die Idee: die Wanderwege im Deister zwischen Springe und Wennigsen für Touristen attraktiver zu gestalten – und das mit Kunstwerken, die symbolisch für die fünf Kontinente stehen. „Der Feuervogel ist im vergangenen Jahr zusammen mit drei anderen Figuren entstanden, als zwei afrikanische Künstler aus Burkina Faso für mehrere Wochen hier in Springe zu Gast waren“, sagt Rimkus. Insgesamt haben die beiden Männer etwa eine Woche an dem Feuervogel gearbeitet. Und das mit ganz einfachen Werkzeugen, etwa einer kleinen Spitzhacke.

Kennengelernt hatte Rimkus die beiden Künstler auf einer seiner Reisen nach Togo. Sie hatten ihm damals gezeigt, wie sie in ihrer Heimat Burkina Faso schmieden. Schnell stellte sich dann heraus, dass die beiden ebenfalls Holzkünstler sind. Als Rimkus dann die Idee für das Projekt Kontinentalweg hatte – von der Planung bis zur Umsetzung gingen gut drei Jahre ins Land – stand für ihn sofort fest: Die beiden Afrikaner müssen bei dem Projekt mitmachen.

Die Männer nach Deutschland zu bekommen sei gar nicht so einfach gewesen, sagt Rimkus. „Da gab es unglaublich viel Papierkram zu erledigen.“ Dass sich der Aufwand gelohnt hat, davon ist nicht nur Rimkus überzeugt. Auch die Vertreter von Stadt und Region zeigten sich bei der Präsentation beeindruckt von den afrikanischen Skulpturen.

Nachdem Afrika als erster Kontinent verewigt wurde, sollen nun kulturtypische Kunstwerke aus Nord- und Südamerika sowie Asien und Europa folgen. Eigentlich sollten in diesem Jahr amerikanische Ureinwohner anreisen und vor Ort an einem Totempfahl für den Wanderweg arbeiten – doch leider fehlt dafür das Geld. Jetzt springen für das Projekt noch einmal die Afrikaner ein.



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