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Der Fantasie Flügel verleihen: Workshop bei Andreas Rimkus

SPRINGE. „Schmieden verleiht Flügel“: Unter diesem Motto hat der Schmiede- und Ideenkünstler Andreas Rimkus zum zehnten Mal einen Workshop für Kinder und Jugendliche angeboten.

Jasper (10) bearbeitet konzentriert das heiße Eisen. Foto: Brinkmann-Thies

Autor:

Anne Brinkmann-Thies

Drei Tage lang lernten die jungen Teilnehmer nicht nur den Umgang mit dem heißen Eisen sondern konnten ihrer Fantasie bei der Ausgestaltung auch freien Raum lassen.

„Man kann kreativ arbeiten, das macht viel Spaß“, erklärte die elfjährige Inga, die bereits zum zweiten Mal an dem Workshop teilnahm. Auch der gleichaltrige Jonas hat bei Rimkus schon Erfahrungen gesammelt. Inzwischen sei er so Feuer und Flamme für das Schmieden, dass ihm sein Opa zu Hause eine Esse und einen Amboss gebaut habe. Dass die jungen Teilnehmer die alte Tradition des Schmiedens so lebendig erhalten, freue ihn sehr, sagte Rimkus.

Drei Tage lang hat er in seinem Workshop, der auch mit Mitteln des Niedersächsischen Kinderschutzbunds gefördert wurde, den Mädchen und Jungen den Zugang zum Schmieden ermöglicht. Nach einer ersten theoretischen Einleitung zum sicheren Umgang mit Feuer und heißem Eisen, ging es ans Ideensammeln.

Ein Mobile zu gestalten war eine erste Aufgabe, bevor die jungen Schmiede ihren Ideen dann komplett Flügel verleihen sollten. Lena etwa, 15 Jahre alt, ließ einen stilsicher geschmiedeten Mund auf einer Spitze balancieren. Und die 13-jährige Alaa wagte sich mutig sogar an das sogenannte Feuerschweißen. „Das ist die älteste Schweißtechnik der Welt“, erklärte Rimkus. Hierfür benötige man Feingefühl und Schnelligkeit. Immer wieder ermutigte der Schmiedekünstler die jungen Teilnehmer, selbstständig zu arbeiten. Dafür gab es Ratschläge und Tipps.

Auch wenn im Sommer afrikanische Schmiede nach Springe kommen, bietet Rimkus Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit, den Umgang mit dem heißen Eisen zu lernen. Gerade ist der Springer aus dem afrikanischen Burkina Faso zurückgekehrt mit frohen Botschaften. Der Bau der Häuser hat begonnen, zudem hat für drei junge Männer eine Ausbildung zum Schmied begonnen.

Wie berichtet, hatte das Auswärtige Amt schließlich 20 000 Euro für dieses Projekt bewilligt. Von dem Geld soll ein kleines Museum mit Computern und einer Solaranlage gebaut und Ausbildung finanziert werden.



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