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Kurz bevor die Lüderser ihre Selbstständigkeit verloren, bauten sie eine Halle – und gründeten einen Verein

Der Endspurt

Lüdersen. Es war ja nicht so, dass sie in Lüdersen keinen Sport gemacht hätten. Aber der einzige Verein im Dorf hatte sich nicht recht von den Wirren des Zweiten Weltkriegs erholt und war in den 50er-Jahren am Ende. Die Fußballer gingen nach Bennigsen, die Turner schlugen sich so durch – bis 1973. Da machte das kleine Lüdersen ein großes Fass auf: Bevor sich die Gemeinde dem Nachbarn Springe anschließen musste, bauten die Bürger die Bergdorfhalle– und gründeten einen Verein. Jetzt feiert die Sportgemeinschaft ihren 40. Geburtstag.

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VON CHRISTIAN ZETT

„Die Halle hat die Gemeinde mit eigenen Mitteln gebaut“, sagt SG-Vereinschef Wilfried Haun stolz. Er und seine Mitstreiter haben in den vergangenen Wochen viel recherchiert und geplant. Entstanden sind dabei eine Vereinschronik und ein großes Fest, dass die Aktiven am Sonnabend, 17. August, feiern wollen.

Dass es zwanzig Jahre dauerte, bis sich die Lüderser Sportler wieder organisierten, hat für Haun einen einfachen Grund: „Der Bedarf war wieder da.“ Neubaugebiete wie das im Thiefeld brachten viele junge Familien in den Ort. Und die wollten ihre Freizeit auch mit Sportangeboten verbringen.

Wie sehr die SG inzwischen verankert ist, das zeigen aus Hauns Sicht auch die Zahlen: Rund 410 aktive und passive Mitglieder verzeichnet der Verein – bei 970 Lüdersen ist das schon eine stolze Quote. „Und es sind alle Altersgruppen vertreten“, sagt der Vorsitzende. Neben Turnen und Tischtennis hat die SG seit gut anderthalb Jahren auch den Seniorensport im Programm: „Das ist sehr gefragt.“ An jüngere Mitglieder richtet sich der Fitness-Trend „Zumba.“ Haun sagt: „Wir versuchen alles aufzugreifen, was interessant sein könnte.“

Dass sich die Sportgemeinschaft Neuerungen nicht verschließt, zeigt auch ein anderer Umstand: Nach 40 Jahren wird das Logo des Vereins geändert. Bei der Gründung, erklärt Haun, sei das genaue Aussehen des 1946 vom Innenministerium genehmigten Lüderser Wappens nicht bekannt gewesen. Damals verließen sich die Vereinsgründer auf die Auskünfte älterer Mitbürger – und lagen mit einer großen blauen und einer kleinen gelben Fläche sowie einem roten Wolf ordentlich daneben. Die neuen Farben sind gelb, grün und schwarz – außerdem hat der Wolf ein neues Aussehen bekommen.

Das 40-jährige Bestehen der Sportgemeinschaft Lüdersen wird am Sonnabend, 17. August, von 12 bis 18 Uhr auf dem Dorfplatz und in der Bergdorfhalle gefeiert. Die aktiven Sportler haben ein buntes Programm zusammengestellt. So gibt es die frisch erstellte Vereinschronik – aber auch Gegrilltes, Kuchen sowie Getränke zu Nostalgiepreisen.



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