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Der Countdown fürs Fernwärmenetz läuft

SPRINGE. Das Projekt ist groß – der Zeitplan eng: Die Stadtwerke warten auf den Förderbescheid für das geplante Fernwärmenetz. Weil die Planungen schon in den Sommerferien starten sollen, hat das städtische Unternehmen jetzt erste Arbeiten ausgeschrieben – um sie im Ernstfall wieder abbestellen zu können.

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Christian Zett Redaktionsleiter zur Autorenseite

„Wir hoffen Anfang Mai auf den Bescheid“, erklärt eine Stadtwerke-Sprecherin auf Anfrage der NDZ – und betont: „Es kann nach wie vor sein, dass es nicht klappt.“ Beantragt sind Mittel aus einem Klima-Topf des Bundesumweltministeriums: So könnten bis zu 80 Prozent der Kosten aus Berlin an den Deister fließen. Doch die Sprecherin macht auch klar: Nicht nur die Förderung selbst, auch die genehmigte Höhe sei entscheidend für die Umsetzbarkeit des Millionenprojekts.

Für die Planungsarbeiten suchen die Stadtwerke jetzt ein Unternehmen, das nicht nur das Netz selbst und die erforderlichen Bauarbeiten plant, sondern auch die Anschlüsse an die Gebäude: So hatte die Stadtverwaltung bereits erklärt, eigene Immobilien mit dem Netz verbinden zu wollen, um Energiekosten zu sparen. Auch um die Anbindung des neuen Holzkraftwerks sowie des bestehenden Biogasnetzes im Süden der Kernstadt sollen sich die Planer im Rahmen des Vorhabens kümmern.

Knapp drei Jahre geben sich die Stadtwerke für die Fertigstellung des Netzes: Mit den Sommerferien dieses Jahres soll es planerisch losgehen, die ersten Bauarbeiten sollen schnellstmöglich folgen. Als Fertigstellungstermin peilt das Unternehmen momentan März 2020 an – bei Verzögerungen mit Blick auf Genehmigungen oder den Bau selbst könne es aber auch bis zu ein Jahr länger dauern. Diesen Puffer baue man ein, „um auch über die Bauarbeiten selbst hinaus mit dem beauftragten Unternehmen zusammenarbeiten zu können“, so die Stadtwerke-Sprecherin.

Das knapp fünf Kilometer lange Fernwärmenetz kann rechnerisch 2400 Haushalte versorgen. Es soll bis in den Norden der Kernstadt laufen und dort auch größere Wohneinheiten versorgen können. Parallel wollen die Stadtwerke Kabel für Hochgeschwindigkeits-Internet verlegen, die dann von Anbietern gemietet werden können.



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