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Saubere Sache: OHG wird jetzt umweltfreundlich durch Fernwärme versorgt

Der Anschluss ist geschafft

Springe. „Im Nachhinein“, sagt Jörg-Roger Hische, „wird jedem klar, dass es ein rundes Konzept ist“. Der Bürgermeister und Aufsichtsratsvorsitzende der Stadtwerke hat sich gestern im Heizungskeller des Schulzentrums Süd den Anschluss der Fernwärmeleitung von und zur Biogasanlage am Schwarzen Koppelweg vorstellen lassen.

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Autor:

Markus Richter

Die Stadt spart mächtig Energie ein, indem sie die thermische Energie nutzt. Auch die Betreiber der Biogasanlage profitieren – ihr Nebenprodukt geht nicht verloren. Die Stadtwerke haben 220 000 Euro in die Leitung und den Wärmetauscher investiert. Über 1200 Meter läuft 80 Grad warmes Wasser von der Biogasanlage zur Schule, 80 Zentimeter unter der Erde. Für eine größere Effizienz sind die Rohre auf 800 Metern geradeaus verlegt – eine Besonderheit durch die Lage der Biogasanlage. Würde diese einen anderen Standort haben, hätte auf zahlreiche andere Leitungen Rücksicht genommen werden müssen, macht Projektleiter Dr. Stefan Ludewig deutlich und zeigt auf einen kleinen silbernen Kasten: Der Wärmetauscher ist das Herzstück der Versorgungseinheit. Er steuert das System im Schulkeller, sorgt dafür, dass das Wasser um 20 auf 60 Grad abgekühlt wieder den Rückweg antritt.

„Eine einzige Pumpe reicht für den gesamten Kreislauf“, erklärt Stadtwerke-Geschäftsführer Marcus Diekmann. „Wenn wir über die Energiewende reden, dürfen wir nicht nur an Strom denken.“ Das Fernwärmeprojekt sei ein wesentlicher Baustein zur Einsparung von Kohlendioxid. Seitdem die Anlage – für die die Rohre heute abschließend isoliert werden – in Betrieb ist, laufen die beiden konventionellen 480-kW-Kessel nur noch auf Sparflamme. Gas wird im Moment kaum noch verfeuert. Das Gebäude des Otto-Hahn-Gymnasiums wird nahezu komplett durch Fernwärme versorgt; kommen wie geplant noch die Hauptschule und die Sporthalle dazu, rechnen die Planer damit, insgesamt nur noch 25 Prozent für den gesamten Komplex zuzuheizen.

Angeschlossen an die Biogasanlage ist seit einem Jahr auch Springes größter Arbeitgeber: Der Blutspendedienst wird über ein Blockheizkraftwerk komplett versorgt.



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