weather-image
Kein anderes Thema sorgt für so viele Bürgerbeschwerden wie Hundekot – doch die Stadt ist machtlos

Den Springern stinkt‘s

Springe. Man findet sie auf dem Bürgersteig, auf Grünflächen im Park und mitunter sogar im Sandkasten auf dem Spielplatz. Kleine übelriechende Hinterlassenschaften – Hundehaufen. Und die stinken den Springern – im wahrsten Sinne des Wortes. Kaum eine andere Angelegenheit sorgt jede Woche für so viele Beschwerden bei der Stadt.

270_008_7716426_hundekot_Thomas_Max_Mueller_pixelio_de.jpg

Autor:

von Jennifer Schüller

Auch im Anregungs- und Beschwerdeausschuss des Rats stehen Eingaben zum Thema Hundekot bei so gut wie jeder Sitzung auf der Tagesordnung.

Doch eine Lösung für das Problem ist weit entfernt. Für Vize-Verwaltungschef Gerd-Dieter Walter sind in erster Linie die Hundehalter selbst in der Pflicht. Das rücksichtlose Verhalten Einiger ruiniere den Ruf vieler. Schließlich solle man meinen, so Walter, dass es für Hundebesitzer keine allzu große Herausforderung darstellt, beim Gassi gehen eine Tüte einzustecken, um das Geschäft des vierbeinigen Gefährten zu entfernen.

Hin und wieder greifen frustrierte Nachbarn laut Walter sogar zum Äußersten – und legen Giftköder aus, um unliebsamen Vierbeinern zu schaden.

Auch für Werner Mosch, Leiter des Ordnungsamtes, gehören die Beschwerden zum täglichen Geschäft. „Wir kriegen fast jeden Tag Mails deshalb“, sagt er. Das Frustrierende für ihn: Dem Ordnungsamt seien die Hände gebunden, weil es nicht einschreiten könne, so lange keine Anzeige erstattet wird. Und einer solchen, so glaubt Mosch, gingen viele doch lieber aus dem Weg, um sich Nachbarschaftsstreits zu ersparen. Sollte jedoch jemand aktiv werden, drohe dem Hundehalter ein ordnungsgemäßes Verfahren. Kann ihm das Vergehen nachgewiesen werden – und das ist oft der Knackpunkt – gibt es ein Bußgeld. In Extremfällen – etwa wenn ein Wiederholungstäter öfter gegen seine Pflicht verstößt – drohe ihm sogar der Entzug des eigenen Tieres.

Den Vorwurf, die Stadt müsse einfach besser und strikter kontrollieren, um diese Ärgernisse zu unterbinden, weist Mosch zurück: „Eine ständige Kontrolle ist unmöglich. Wir können nicht alles überwachen.“



Anzeige
Anzeige
Weiterführende Artikel
    Kommentare

    Kontakt

    Redaktion
    Telefon: 05041 - 78932
    E-Mail: redaktion@ndz.de
    Anzeigen
    Telefon: 05041 - 78910
    Geschäftsanzeigen: Anzeigenberater
    Abo-Service
    Telefon: 05041 - 78921
    E-Mail: vertrieb@ndz.de
    Abo-Angebote: Aboshop

    Keine Zeitung bekommen? Hier zur Zustell-Reklamation.
    X
    Kontakt