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Deisterpforte: Eröffnung in weiter Ferne

SPRINGE. Jetzt ist es offiziell, was viele Springer bereits ahnten: Folker Lange, Chef des Völksener Unternehmens „Fritz Lange“ hat die Deisterpforte in Springe gekauft.

Hinter den Türen verbirgt sich eine Großbaustelle: Zahlreiche bauliche Mängel wurden in den letzten Monaten festgestellt. FOTO: MISCHER
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Saskia Helmbrecht Redakteurin zur Autorenseite

Seit einiger Zeit würden Gerüchte kursieren, dass Robert Hesse, Leiter eines der größten Möbelhausketten im Norden, die Gaststätte kaufte. Hesse selbst kommt aus Springe, gekauft hat er die Deisterpforte aber nicht.

Was kein Gerücht ist: Die für August geplante Eröffnung der Traditionsgaststätte rückt in weite Ferne, wie Lange jetzt mitteilt. „Das Fachwerk ist so marode.“ Zahlreiche Balken stünden im Wasser und müssten ausgetauscht werden. „Dass es so schlimm ist, hätte ich ehrlich gesagt nicht gedacht“, räumt der Investor ein, der Ende 2016 den Kaufvertrag unterschrieben hatte. Erst als die Bauarbeiter die Wände öffneten, wurden die nächsten Baustellen sichtbar.

Ähnlich die Situation am Dach, das während der aufwendigen Sanierungsarbeiten komplett erneuert werden musste. Einige Dachlatten seien morsch gewesen. Diese Arbeiten seien mittlerweile abgeschlossen. Dann musste Lange auch noch einen Wasserschaden feststellen, weil im oberen Stockwerk keine Heizungsanlage vorhanden war, Rohre seien ebenfalls weggeplatzt, die Wände waren Nass blühte an den Wänden – all diese Umstände warfen den Zeitplan des Investors immer wieder um. Schließlich muss auch der Fußboden umfangreich erneuert werden. Sachverständige hätten immer wieder neue Mängel festgestellt. „Wenn ich jetzt einen neuen Termin für die Eröffnung nenne, könnte ich nur lügen – ich weiß es nicht sicher.“

Gleichzeitig sei es aber sinnvoll, alle Arbeiten in einem Zug abzuarbeiten, anstatt an einigen Stellen wieder notdürftig zu flicken, um dann in einigen Jahren wieder von vorne anzufangen. Lange will nicht ausschließen, auch in einem kalten Monat zu eröffnen, auch wenn der geplante Biergarten im Winter dann eher dicht bleibt.

Worüber er sich allerdings freut, ist das große Interesse der Springer. Viele Neugierige hätten ihn bereits angesprochen, als sich Lange an der Deisterpforte ein Bild von dem Fortschritt der Bauarbeiten machte. Andere würden gerne den Saal für Hochzeiten oder Geburtstage mieten.

Was den Investor allerdings ärgert: Die Vorbesitzer haben versäumt, die Öffnungszeiten des Ausflugslokals aus dem Internet zu nehmen. Wird online nach der
Deisterpforte gesucht, steht auf einigen Webseiten, dass die Gaststätte geöffnet habe. „Ein Ehepaar ist sogar aus Alfeld gekommen, weil sie im Internet darauf gestoßen sind.“

Einen Pächter hat Lange bereits gefunden, er selbst ist Investor – und nicht der Betreiber. Eine Infoveranstaltung, um die Pläne zum Objekt vorzustellen, sei weiterhin geplant.



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