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Dirigent Wolfgang Nickees arbeitet mit Tobias Wolters einen ehemaligen Schüler als Nachfolger ein

Deistermusikanten bereiten Stabwechsel vor

Alvesrode (mf). Seit 28 Jahren hält Wolfgang Nickees die Deistermusikanten als Chefdirigent auf Kurs. Jetzt hat der 53-Jährige selbst die Weichen für einen Generationswechsel gestellt. Mit Tobias Wolters steht ein Nachfolger in den Startlöchern. In spätestens zwei Jahren soll er den Taktstock übernehmen.

Zwei Musiker, eine Marschroute: Wolfgang Nickees (r.) freut sich, mit Tobias Wolters einen Nachfolger für das Dirigentenamt gefu

Ein von langer Hand vorbereiteter Stabwechsel soll dafür sorgen, dass das 1926 gegründete Traditionsorchester in eine gesicherte Zukunft blickt. Mit Wolters würde ein Eigengewächs die musikalische Verantwortung übernehmen. Der 26-Jährige, der als Augenoptikermeister in Eldagsen arbeitet, hat bei Nickees als Schüler das Klarinettenspiel erlernt. Über eine Freundschaft mit dessen Sohn war er im Alter von zehn Jahren zum Verein gekommen.

Hat Nickees damals schon geahnt, dass er da seinen potenziellen Nachfolger vor sich hat? „Nicht ganz“, schmunzelt der 53-Jährige, „aber vielleicht doch ein bisschen. Man erkennt sehr schnell, ob jemand Talent hat. Und Tobias war auch sehr zielstrebig.“

Inzwischen hat Wolters, der seit Jahresbeginn Ausbildungsleiter des Vereins ist, alle Lehrgänge absolviert, die man als Instrumentalist überhaupt belegen kann. Zwölf jeweils viertägige Fachseminare sollen ihm nun noch das nötige Rüstzeug für den Dirigentenjob verschaffen. „Etwa zwei Jahre werde ich dafür benötigen“, weiß er.

Schon jetzt überlässt ihm Nickees immer mal wieder bei Proben den Taktstock. Denn er weiß: „Es ist ein Riesenunterschied, ob man hinten mitspielt oder vorne steht.“

Wenn er den Stab spätestens 2012 endgültig übergibt, wolle er als einfacher Musiker ins zweite Glied zurücktreten und sich auf seinen Posten als Vorsitzender konzentrieren, kündigt Nickees an. Ratschläge werde er seinem Nachfolger nur geben, wenn dieser ihn ausdrücklich darum bitte.

Die etwa hundert Orchestermitglieder müssen gleichwohl nicht mit großen Umbrüchen rechnen. Wolters will am eingeschlagenen Kurs festhalten. Der Mix aus traditioneller Blasmusik und modernem Pop habe sich bewährt und sei wohl auch ohnehin das Erfolgsrezept der Deistermusikanten.

Auch Wolters selbst hat sich schon um die Nachwuchsgewinnung verdient gemacht. Erst holte er seinen Bruder als Tenorhornbläser in das Ensemble, dann den Vater (Posaune) und schließlich auch noch seine Mutter (Flöte). Damit gibt der 26-Jährige bald auch in der eigenen Familie den Takt an…

Für den 5. März laden die Deistermusikanten schon jetzt zum großen Frühjahrskonzert in die Helmut-Schmieder-Halle ein. Statt wie bislang an zwei Abenden gibt es erstmals zwei Auftritte nur am Sonnabend: um 15 Uhr und um 19.30 Uhr. Der Kartenvorverkauf startet am 8. Dezember im Internet (www.deistermusikanten.de) oder unter 05041/620256, Montag bis Mittwoch 18 bis 20 Uhr.



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