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Deisterhütten-Betreiber sitzen weiter auf dem Trockenen

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Autor:

von saskia helmbrecht

SPRINGE. Da kratzte sich manch ein Springer am Kopf: Die Deisterhütte ist zu – nur weil es zu wenig regnet? Doch den Verantwortlichen macht das tatsächlich das Leben schwer: Sie hängen nicht am öffentlichen Wassernetz und sind auf Brunnen angewiesen. Endgültig sei die Schließung aber nicht, betonen die Naturfreunde. Einen neuen Pächter für den Betrieb suchen sie trotzdem nach wie vor.

Es war der zweite Rückschlag für den Verein innerhalb einer Woche: Erst mussten die Naturfreunde das geplante große Oktoberfest absagen. Und dann bleibt auch noch die Deisterhütte zu – Ende offen. Die beiden Brunnen auf dem Gelände würden die Wasserversorgung nicht mehr sicherstellen – Schuld sei die lang anhaltende Trockenheit, sagt der kommissarische Vorsitzende Reinhold Krause.

Die Gäste, die die Deisterhütte bereits lange im Voraus gebucht hatten, könnten wie geplant im Haus übernachten: „Wir weisen aber schon darauf hin, sparsam zu sein und nicht allzu lange zu duschen“. Kurzfristige Buchungen werden abgelehnt. Dass die Hütte nicht am städtischen Netz hängt, beschäftigt die Naturfreunde schon länger: „Wir haben schon mal darüber nachgedacht, das zu ändern – aber welche Kosten daraus entstehen, ist völlig unklar.“

Das meiste Wasser werde im Alltag für die Toilettenspülung benötigt. „Vielleicht könnte man diese Leitung trennen und über externe Großbehälter führen“, überlegt Krause.

Fest steht: Die Schließung der Deisterhütte und die Absage des Oktoberfestes werden sich im Verein finanziell bemerkbar machen. „Wir müssen sparsamer haushalten und jeden Cent mehrmals umdrehen“, sagt Krause.

Es bringe aber nichts, in Hektik zu verfallen. „Wir haben alle Springer informiert und ihnen ehrlich unsere Situation erklärt. Viele sind der Meinung, dass wir mit beiden Entscheidungen das Richtige getan haben.“ Wann die Hütte wieder öffnen kann, „steht in den Wolken: Der Klimawandel ist da und zeigt uns, wo es langgeht.“

Parallel läuft auch die Suche nach einem neuen Pächter für die Deisterhütte – denn unabhängig von den aktuellen Problemen wollen die Naturfreunde den Betrieb in andere Hände abgeben. Einen Pächter zu finden, sei aber schwer, sagt Krause. Dass sich der Verein vom Haus trennen will, liegt auch an internen Gründen: immer weniger Mitglieder würden sich aktiv einbringen: „Dieses Jahr hatten wir schon einige Lücken in der Einhaltung der Öffnungszeiten“, so Krause. Wie viele andere Vereine haben die Naturfreunde massiven Nachwuchsmangel. Heißt konkret: Der Verein überaltert immer weiter. Darunter leide der Hüttendienst massiv.



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