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Ergebnis der NDZ-Online-Umfrage / Viele Leserkommentare

Das Unwort des Jahres heißt „Sportstättennutzungsgebühr“

Springe (mf). Die Leserinnen und Leser der Neuen Deister-Zeitung haben entschieden: Sportstättennutzungsgebühr ist das lokale Unwort des Jahres. Mit 19,4 Prozent landete es auf Platz 1. Knapp 200 Online-Nutzer haben sich an der Internet-Umfrage unter www.ndz.de beteiligt.


Der Dauerbrenner-Streit um die Einführung einer Gebühr für die Nutzung von Fußballplätzen und Turnhallen lässt die Springer nicht los. Viele Vereine sind sauer auf die Stadt und halten die geplanten Satzungsentwürfe für unausgegoren und nicht praktikabel.

Auf Platz 2 der Abstimmung kamen punktgleich mit 16,1 Prozent die Begriffe „Bürgermeisterkandidat“ und „Deisterkessel“. Wie sehr die aktuellen Pläne für industrielle Großtierställe die Gemüter erregen, zeigt das Abschneiden des Wortes „Mastierhaltung“: Für 12,9 Prozent der Teilnehmer rangiert dieser Begriff ganz oben. Auf Position 4 kam der „Volksfeststreit“ (9,7 Prozent). Für einen Leser ist es nicht nur das Unwort, sondern auch die „Untat des Jahres: Wie kann man sein wahrscheinlich beliebtestes Fest so zerstören?“, fragt er kritisch.

Ebenfalls mit 9,7 Prozent auf Rang 4 kam das „Winterchaos“. Ein Internetbesucher ärgert sich aber weniger über glatte Straßen und eisige Temperaturen, sondern vielmehr über das Gestöhne vieler Mitmenschen: „Kaum fällt der erste Schnee, sprechen alle gleich vom Winterchaos. Unmöglich! Sollen doch alle man froh sein, dass es für die Kinder mal wieder eine schöne weiße Weihnacht gibt“, so sein Kommentar.

Dass die Stadt kein Geld mehr hat, daran haben sich die meisten Springer offenbar längst gewöhnt. So landet das „Haushaltsloch“ mit 6,5 Prozent nur noch auf dem fünften Rang. Den letzten Platz teilen sich mit jeweils 3,2 Prozent gleich drei (Un-)Worte: „Hallenbad-Schließung“, „Schuldebatte“ und „Kita-Standort“. Der Streit um Wallstraße oder Hindenburgallee hat in Eldagsen für mächtig Aufregung gesorgt: „Eine Entscheidung des Verwaltungsausschusses am Willen der Bürger vorbei. Das gibt es nicht alle Tage“, schimpft ein Umfrage-Teilnehmer.

Zehn Begriffe hatte die NDZ zur Wahl gestellt. Doch einige Leser meldeten sich auch mit eigenen Vorschlägen zu Wort. So wie Rudolf Krause mit seinem „Biogasanlageschwarzerkoppelweg“. Er schreibt: „Es ist für mich nicht nachvollziehbar, eine so große Anlage mitten in den letzten, noch nicht zersiedelten Landschaftsbereich unserer Stadt bauen zu wollen.“



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