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Das Stadtfest in Springe kommt – aber erst 2020

SPRINGE. „2020 definitiv!“: Im nächsten Jahr will der Springer Ortsrat die frühere Tradition der Springer Stadtfeste wieder aufleben lassen.

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Marita Scheffler Redakteurin zur Autorenseite

Es hätte schon in diesem Sommer bierselig werden sollen, sagt Christdemokrat Tim Schmelzer. Die Terminsuche misslang aber, „und wir wollten nichts übers Knie brechen, sondern eine feste Institution schaffen“.

Drei Bühnen, eine Fest-Meile vom Obern- bis zum Niederntor und drei Tage gute Unterhaltung für alle Altersklassen: So umreißt Schmelzer das neue, alte Stadtfest. „Das war immer ein Highlight. Da haben alle Kulturen friedlich zusammen gefeiert.“ Vor allem für Jugendliche gebe es nicht mehr viele Angebote in der Deisterstadt. Auch deshalb liege ihm der Neubeginn am Herzen.

Für den Pflastertrubel vom 30. August bis 1. September 2019 hatten Schmelzer, Guido Tegtmeyer (Freie Wähler) und Ortsbürgermeister Karl-Heinz Friedrich bereits Pläne geschmiedet. Dann die Ernüchterung: „Da feiert Völksen 120 Jahre Feuerwehr. Dazu möchten wir auf keinen Fall eine Gegenveranstaltung aufziehen“, entschuldigte Schmelzer jetzt in der Ortsratssitzung, warum das Orga-Team abrupt stoppte. Ein Wochenende nach vorne zu rutschen – das verbiete sich wegen des St.-Andreas-Festes, noch davor sei das Maschseefest.

Der Ortsrat will mit einer professionellen Agentur zusammenarbeiten. Schmelzer: „Das kriegen wir sonst gar nicht gewuppt.“ Es habe zwar mehrere Gespräche mit einem Bewerber gegeben, Verträge wurden aber noch nicht geschlossen. Schmelzer betont: „Eine der Bedingungen, die wir stellen: Es muss wirklich ein Fest von Springern für Springer sein. Heimische Wirte und Gastronomen sollen unbedingt mitmischen können.“

Auch Stadtbürgermeister Christian Springfeld setze sich für den Neustart ein. Auf seine Initiative hin soll es nach den Osterferien einen ersten Runden Tisch für Gastwirte, Musiktreibende und Sponsoren geben. Für 2020 gibt es übrigens schon einen festen Termin: das dritte August-Wochenende, das auch früher immer fürs Stadtfest reserviert war.

Bis das Bier fließt, muss auch noch über die „Platzmiete“ diskutiert werden, die die Politik vor rund zehn Jahren auf dem Höhepunkt des damaligen Stadtfest-Streits eingefordert hatte. Fällt sie nicht weg, zahlen die Fest-Veranstalter mehrere tausend Euro – und nach Partystimmung ist weiterhin niemandem zu Mute.



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