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Viel Unmut nach NDZ-Bericht über Rückzahlung von Ortsrats-Geldern / Sondersitzung in Bennigsen

Das Sparbuch der Kinder verfrühstücken

Springe (zett). Die Rückzahlungspflicht von angesparten Ortsratsgeldern hat bei den Betroffenen viel Unmut ausgelöst. „Unmöglich“ sei diese neue Regelung, empört sich der langjährige Kernstadt-Bürgermeister Jürgen Trotte. Verwaltungschef Jörg-Roger Hische versucht unterdessen, die Wogen zu glätten – und widerspricht dabei sogar seinem Finanzchef Gerd-Dieter Walter.


Walter hatte gegenüber der NDZ geäußert, eine Ausnahmeregelung sei mit Blick auf den maroden Haushalt und dessen Genehmigung durch die Region schwierig. Hische sagte dagegen gestern, er „glaube nicht, dass es daran scheitert“. Zur Not wolle er selbst zur Region nach Hannover fahren und dort vorsprechen. Es gelte jetzt aber zunächst, mit den Ortsräten und der Haushaltssicherungsgruppe das weitere Vorgehen abzusprechen: „Ich sehe das alles ganz gelassen, es wird sich eine Lösung finden.“

Die bei den Ortsräten zu erwartende Einsparung sei mit Blick auf das gesamte Haushaltsdefizit ohnehin zu vernachlässigen. Letztendlich müsse der Rat aber darüber abstimmen. Dass sich in einem budgetierten Haushalt Restgelder nicht einfach übertragen lassen, habe man auch schon in anderen Bereichen der Verwaltung „schmerzhaft festgestellt“, so Hische.

Die Bereitschaft, eine Lösung zu finden, dürfte auch bei Jürgen Trotte auf Gegenliebe stoßen. Den Ortsräten ihr über Jahre angespartes Geld zu nehmen, sei vergleichbar mit „Eltern, die die Sparbücher ihrer Kinder verfrühstücken“, klagte er. Zumindest in einem Punkt kann der Kernstadt-Ortsrat jedoch aufatmen: Die 25 000 Euro, die man dort für den Bau des Brunnens am Oberntor zurückgelegt hatte, seien bereits beim Förderverein verbucht: „Da haben wir Glück gehabt“, so Trotte.

Empörung herrscht auch in Bennigsen. Dort will Bürgermeister Hartmut Rieck den Ortsrat zu einer Sondersitzung zusammenrufen.



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