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Altenhägener zeigen sich begeistert vom Genossenschaftsvorhaben „Dorf-Kultur-Erbe“

„Das Projekt hat einen Nerv getroffen“

Altenhagen I (col). Noch vor den Sommerferien soll die Eröffnung des Dorfladens in Altenhagen I gefeiert werden – zumindest wenn es nach den Initiatoren Andreas Baenisch und Michael Whelan geht. Nach der gelungenen Informationsveranstaltung am Freitagabend (NDZ berichtete), haben sie keine Zweifel mehr, dass das Genossenschaftsmodell verwirklicht wird.

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Viele Altenhägener haben sich bereits von der Begeisterung der Ideengeber anstecken lassen. Tibor Maxam zum Beispiel, der seit seiner Geburt in Altenhagen I lebt. „Ich werde der Genossenschaft definitiv beitreten“, sagt Maxam überzeugt. Er sei sehr traurig gewesen, dass nach und nach alle Geschäfte in seinem Ort geschlossen wurden. „Ich hatte mir auch schon Gedanken gemacht, was man dagegen tun könnte“, so der Leiter der Springer Stadtbibliothek. Für ihn stehe der Gedanke eines sozialen Treffpunktes im Zentrum. Es sei natürlich schön, sich morgens in dem Dorfladen Brötchen kaufen zu können und nicht wegen einer Tüte Milch nach Springe fahren zu müssen, aber die Mischung mit der Kulturkneipe spreche ihn persönlich am meisten an: „Damit würde es wieder Geselligkeit im Dorf geben und die Möglichkeit, abends gemeinsam ein Bier zu trinken.“

„Endlich wieder einen Kommunikationstreffpunkt zu haben“ findet auch Eric Engelhardt sehr wichtig. Er wohnt seit 17 Jahren mit seiner Familie in Altenhagen I. „Das Projekt hat einen Nerv getroffen“, glaubt Engelhardt angesichts der großen Resonanz vom Freitag. Das Konzept sei sehr durchdacht und entspreche den Bedürfnissen vor Ort. Er könne sich sehr gut vorstellen, auch in einer der Arbeitsgruppen aktiv das Modell mitzugestalten.

„Wir möchten die Arbeit auf sechs Gruppen verteilen, die unterschiedliche Aspekte betreffen“, erklärt Baenisch. Das seien die Themen Satzungsvorbereitungen, Finanzierung, Dorfladen-Konzept, Kulturkneipen-Konzept, Mitgliedergewinnung und Umsetzung der Baumaßnahme. Zum letzten Punkt wollen Baenisch und Whelan alle ortsansässigen Handwerker zu einem Treffen einladen. „Ein Handwerker hat sich beispielsweise schon bereit erklärt, die Fliesenarbeiten zu übernehmen“, so Baenisch.

Eine Einladung wird auch Tischlermeister Detlef Rusch erhalten. Er ist vom Konzept überzeugt und nun auf die Umsetzung gespannt. „Die Skizze von der Inneneinrichtung fand ich sehr ansprechend, um sich heimisch zu fühlen“, so Rusch, der auf das baldige Treffen wartet und sich am Umbau beteiligen möchte.

Bereits am Montagabend haben Baenisch und Whelan auch dem Ortsrat den Stand der Dinge mitgeteilt. „Alles Weitere wird jetzt seinen Weg gehen“, ist Ortsbürgermeisterin Kai Dettmer überzeugt. Bisher spreche nichts gegen eine erfolgreiche Umsetzung – zumindest sei weder an sie noch an den Ortsrat Kritik herangetragen worden.

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