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Das neue Bekenntnis zum Springer Schützenfest

SPRINGE. Zahlreiche Springer hängen am Schützenfest und wünschen sich, dass aus der Krise ein Neuanfang entsteht – das ist die Botschaft, die Jägercorps-Chef Frank Zipsner in den vergangenen eineinhalb Wochen immer wieder vernommen hat.

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Am liebsten würde er sich sofort mit den anderen Fest-Vereinen an einen Tisch setzen und zu planen beginnen, aber: „Wegen der Urlaubszeit ist das schwierig. Wir müssen bis August warten.“

Er sei mehrfach auf das Thema angesprochen worden, so Zipsner. „Viele haben ein Interesse daran, dass es weitergeht“, fasst er zusammen. Heraushören konnte er aber auch: „Wir müssen etwas machen, damit das Fest belebt wird.“ Ein neues Konzept sei erforderlich.

Während der Kommers am Freitagabend und der Fest-Ausklang am Sonntagabend ein Selbstläufer seien, bleibe der späte Sonnabend ein Sorgenkind. Zipsner: „Die Zeltdisco kommt zu schlecht an.“ Die Zielgruppe – Jugendliche und junge Erwachsene – seien schwer zu motivieren und würden außerdem erst kurz vor Mitternacht erscheinen. Vielversprechender sei, den Abend aufs „Mittelalter“ zuzuschneiden. Statt DJ gehöre dann eine Band auf die Bühne.

Festhalten sollten die Organisatoren nach Zipsners Meinung an den eingekürzten drei Tagen, dem Katerfrühstück am Sonnabend um 11 Uhr und der im vorigen Jahr eingeführten Neuerung, das Familienprogramm am Sonnabendnachmittag zusammen mit Gastvereinen zu gestalten. Unklar ist unterdessen noch, wer die Traditionsveranstaltung im kommenden Jahr ausrichtet. Es gibt fünf Vereine, die sich bei der Organisation abwechseln. Die Schützengilde wäre 2018 an der Reihe gewesen, hat aber überraschend abgesagt – sie zieht Konsequenzen aus der gescheiterten Rückkehr der Schützensause auf den Museumshof. Der Umzug in die Innenstadt scheiterte an Anwohnerprotesten.

Der Vorstand des Jägercorps möchte in die Bresche springen. Das Votum der Mitglieder steht allerdings noch aus. Alleine werden die wenigen Jägercorps-Aktiven die Aufgabe aber kaum stemmen können. Sie hatten die Großveranstaltung erst im vorigen Jahr geleitet und zeichnen 2018 auch fürs Bürgerkönigsschießen verantwortlich.

Zipsner hofft auf die Unterstützung der anderen Fest-Vereine – und darauf, so einen Komplettausfall verhindern zu können. mari



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