weather-image
Brezski kritisiert Kohlenberg: Neue Ampel ist noch nicht gebaut – und sorgt schon für politischen Ärger

„Das ist einfach nur billig“

Gestorf. Eine Ampel soll kommen – das steht fest. Doch bevor es auch nur einen Termin für die Entschärfung der Gestorfer Unfallkreuzung gibt, herrscht erst mal Zoff: Ortsbürgermeister Eberhard Brezski kritisiert den Vorstoß der Völksener Regions- und Landtagsabgeordneten, die bei Wirtschaftsminister Olaf Lies um eine provisorische Ampel gebeten hatte. Kohlenbergs Vorgehen sei „einfach nur billig“.

270_008_7723100_ampel.jpg

Wie berichtet, hatte die Unfallkommission beschlossen, an der Kreuzung Calenberger Straße/Harbergstraße eine Ampel einzurichten. Bis die aber tatsächlich kommt, können noch viele Monate ins Land gehen: Neben organisatorischen Fragen müssen Stadt, Region und Land auch die Finanzierung der Anlage klären.

Grund genug für Kohlenberg, im Ministerium erst mal um eine provisorische Ampel zu bitten – und dabei auch gleich nach dem Stand der Dinge bei der noch viel länger begehrten Ortsumgehung zu fragen. Brezski bringt das ein wenig auf die Palme: Kohlenbergs Unterstützung sei entbehrlich, zu spät – und „Augenwischerei“. Kohlenberg, so liest es sich zwischen den Zeilen von Brezskis Stellungnahme, hänge sich jetzt an ein Thema ran, das der Ortsrat mit Brezski an der Spitze durchgeboxt habe. „Nachträgliche Unterstützung zu signalisieren“ – das sei „einfach nur billig“, schimpft der SPD-Mann.

Aber auch fachlich hält Brezski nicht viel von der Anfrage: Eine provisorische Ampel erfülle kaum den gewünschten Zweck: „Wir brauchen hier eine intelligent geschaltete Lichtzeichenanlage, damit lange Rückstaus, die die Anwohner in der Calenberger Straße und der Hannoverschen Straße über Gebühr belasten, vermieden werden“, fordert Brezski. Alles andere behindere nur den Verkehrsfluss.

Brezski, auch das wird deutlich, fühlt sich durch Kohlenbergs vermeintlichen Draht zu Lies in seinen eigenen Kontakten unter Wert verkauft: „Ich verfüge über gute Kommunikationskanäle zum Wirtschaftsminister“, betont er – das habe dem Ort schon bei der Instandsetzung der Beeke geholfen. Gespräche mit dem Ministerium bekomme man in Gestorf auch ohne Kohlenberg „hervorragend geregelt. Im Notfall würde ich den Wirtschaftsminister einfach anrufen“, so Brezski.

In Sachen Ortsumgehung sei die CDU-Frau ohnehin an der falschen Adresse: Inzwischen sei der Wunsch längst mit vordringlichem Bedarf ans Bundesverkehrsministerium gemeldet: Die Nachfrage müsse „also eher an Alexander Dobrindt gehen, da dort entschieden wird, wie die Ortsumgehung Gestorf in den Bundesverkehrswegeplan 2015 eingeht“.zett



Anzeige
Anzeige
Weiterführende Artikel
    Kommentare

    Kontakt

    Redaktion
    Telefon: 05041 - 78932
    E-Mail: redaktion@ndz.de
    Anzeigen
    Telefon: 05041 - 78910
    Geschäftsanzeigen: Anzeigenberater
    Abo-Service
    Telefon: 05041 - 78921
    E-Mail: vertrieb@ndz.de
    Abo-Angebote: Aboshop

    Keine Zeitung bekommen? Hier zur Zustell-Reklamation.
    X
    Kontakt