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Wegen des späten Frühlingsbeginns wandern die Kröten in diesem Jahr nicht – sie sprinten

Das große Wetthüpfen

Springe. Normalerweise sind die Kröten, Molche und Frösche zwar zielstrebig, aber doch gemächlich zu ihren Laichgewässern unterwegs. In diesem Jahr müssen sie jedoch ordentlich Tempo machen, um die verpassten Frühlingstage einzuholen. Der Springer Naturschützer Bernd Schönebaum rechnet „mit einer explosionsartigen Wanderaktivität“ in den nächsten Tagen.

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Marita Scheffler Redakteurin zur Autorenseite

Am Dienstagabend hat Schönebaum in der Nähe der Deisterhütte die ersten Kröten beobachtet. Er weiß: „Das ist der sichere Indikator, dass es wärmer wird.“ Während sich die Amphibien in anderen Jahren schon Anfang Februar auf den Weg machten und sich für die Strecke bis Mitte April Zeit ließen, muss es in diesem Jahr wesentlich schneller gehen, bis alle im Teich sind. „So ein Spektakel sieht man selten“, sagt Schönebaum voraus.

Gestern Morgen machte er die Jungen und Mädchen des St.-Andreas-Waldkindergartens mit den Erdkröten bekannt. „Die Freude war groß“, sagt Schönebaum, der Elternsprecher der Einrichtung ist. Die Gruppe entdeckte auch einen Kammmolch, der auf der „Roten Liste“ steht.

Wegen der Krötenwanderung ist die Zufahrt zur Deisterhütte gesperrt; selbst Anlieger dürfen sie nur zu bestimmten Zeiten befahren. Warnschilder gibt es auch auf zahlreichen anderen Straßen in Bennigsen, Eldag-

sen, Gestorf, Völksen und der Kernstadt. Zur Vorsicht raten Naturschützer außerdem auf der Jägerallee, in Höhe des Altenzentrums.

Die Warnschilder stehen seit dem 1. März und sollten eigentlich am 20. April verschwinden. Sollte die Krötenwanderung bis dahin nicht abgeschlossen sein, werde die Zeit verlängert, haben der Naturschutzbund und das städtische Umweltamt vereinbart.

Krötenführung: Der Waldkindergarten Springe bietet naturinteressierten Kindern und Erwachsenen abendliche Führungen mit Krötenbegegnungen an. Am heutigen Freitag, am Sonnabend und Sonntag empfängt Schönebaum die Teilnehmer jeweils um 20.30 Uhr an der Schranke am Hannoverschen Weg (zwischen dem NKF-Hotel und der Deisterhütte). Die Führung ist kostenlos, Schönebaum bittet aber jeden Gast, eine Taschenlampe mitzubringen.



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