weather-image
25°
Arbeiten an der Rosenstraße haben begonnen / Säure hat das Mauerwerk angegriffen

Das Ende für einsturzgefährdete Schächte

Springe (ric). Die Stadt hat zusammen mit einer Fachfirma aus Bennigsen gestern damit begonnen, marode Kanäle und die Fahrbahn der Rosenstraße zu erneuern.

Mitarbeiter der Firma Lübben tasten sich Stück für Stück vor, le

260 Zentimeter reichen die alten Schächte in die Tiefe. In der Dunkelheit fließt das Wasser zäh vor sich hin. Das Mauerwerk: porös, die Eisen-Steigleiter: wegkorrodiert, kaum noch vorhanden. Seit 1951 hat schwefelhaltiges Nass seine Spuren hinterlassen. „Die Säure hat den Mörtel angegriffen“, erklärt Uwe Bauer aus dem Tiefbauamt – Einsturzgefahr!

Stück für Stück tragen die Arbeiter Erde und Gestein ab, buddeln behutsam um Rohrleitungen herum. Entdeckt wurde der Schaden bei einer Routinekontrolle. Der komplette Ziegel-Schacht, der zur Mischwasserkanalisation führt, wird abgetragen und durch moderne Bauteile ersetzt. Ein Prozess, den die Arbeiter bei einem weiteren Schacht ebenso ausführen werden. Das Springer Kanalnetz ist 282 Kilometer lang, etwa 250 davon sind öffentlicher Besitz.

Die von mehreren Buslinien befahrene Rosenstraße ist bis mindestens Freitag gesperrt – was einige Autofahrer gestern offensichtlich nicht verstanden. Die Buslinie 301 fährt nur ab Ellernstraße und Fünfhausenstraße. Der städtische Bauhof nutzt die Sperrung, um die ohnehin notwendige Sanierung der Straßenoberfläche durchzuführen.

Anzeige
Anzeige
Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Kommentare