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Konjunkturpaket II läuft morgen aus / Sanierung am Schulzentrum Süd geht weiter

Das Drei-Millionen-Ja-Aber-Programm

Springe. Es hat für Streit und Diskussionen gesorgt – aber auch Millionen in die Stadt gespült: das Konjunkturpaket II. Wenn morgen offiziell die letzte Investitionsfrist für alle geförderten Projekte endet, sind in Springe insgesamt 3,3 Millionen Euro in verschiedenste Modernisierungsmaßnahmen geflossen. Knapp zwei Drittel davon kamen von Bund und Land – den Rest haben die Empfänger selbst besteuern müssen.

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Christian Zett Redaktionsleiter zur Autorenseite

Die größten Projekte stemmte dabei die Stadt selbst. Sie steckte gut 2 Millionen Euro allein in die energetische Fassadensanierung von Rathaus und Schulzentrum Süd – und gab damit freiwillig knapp 900 000 Euro mehr aus der eigenen Kasse dazu als nötig. Eine Variante, die in der Politik nicht nur auf Gegenliebe stieß.

Heute sind die Kassen leer – trotzdem hält Aden die Entscheidung von damals für richtig: „Wir hätten das Geld auch so ausgegeben, für etwas anderes“, sagt er. An der finanziellen Notlage der Stadt hätte sich nichts geändert: „Und da bin ich dann ein bisschen egoistisch mit Blick auf unsere eigenen Liegenschaften“, sagt Aden: „Wir werden in den kommenden Jahren manchen Euro an Energiekosten sparen.“

Ohnehin ist trotz der 1,5 Millionen Euro, mit denen die Fassade saniert wurde, am Schulzentrum Süd noch lange nicht Schluss: „Das Projekt wird uns noch über Jahre beschäftigen“, sagt Aden; „einige Millionen“ müssen nach seinen Angaben noch fließen, bevor der gesamte, riesige Gebäudekomplex modernisiert ist. Stemmen will die Stadt die weitere Maßnahme in einzelnen Abschnitten; ab 2013 sollen pro Jahr etwa 500 000 Euro investiert werden.

„Im kommenden Jahr haben wir erst einmal noch genug mit dem Kita-Neubau in Eldagsen zu tun. Und irgendwo muss das Geld ja auch herkommen“, erklärt Aden den Zeitplan. Doch auch jetzt seien nach Auskunft des Hausmeisters schon erste Energie-Einsparungen zu erkennen: „So etwas hängt aber natürlich auch immer mit den Außentemperaturen, dem Heizbedarf zusammen“, sagt der Erste Stadtrat.

So viel Geld, so viel Nutzen – ist Aden ein Fan des Konjunkturpakets? „Ja – aber“, sagt er. Ja: „Wir hätten sonst nie in so einer kurzen Zeit zwei Millionen Euro investiert. Aber: „Das war vom Bund ein mit der heißen Nadel gestricktes Förderprogramm.“ Weil hohe Summen auf einen Schlag ausgegeben werden mussten, habe das Gesetz eine europaweite Ausschreibung verlangt. Örtliche Handwerksunternehmen hatten kaum eine Chance: „Da hätten wir andere Grundlagen gebraucht“, sagt Aden.

Für ihn und seine Mitarbeiter ist mit dem morgigen Tag das Abenteuer Konjunkturpaket übrigens noch nicht ganz vorbei: Aktuell laufen noch Abrechnungen mit dem Land – diese müssen bis Ende März fertig sein.

Quittiert wird dann auch der dritte große Batzen, den das Konjunkturpaket der Stadt bescherte: Mehrere hunderttausend Euro flossen in Ausstattung und Medien aller Schulen. „Das zur Verfügung stehende Geld wurde je nach Schülerzahl aufgeteilt“, erklärt die zuständige Fachdienstleiterin Gabriele Tegtmeyer. Es gab zum einen Notebooks, Beamer, Drucker, Kameras, neue drahtlose Netzwerke – zum anderen umgestaltete Schulhöfe, neue Küchen, Spielgeräte oder gleich eine ganze Bücherei. Allein für die Ausstattung des Otto-Hahn-Gymnasiums gab die Stadt gut 340 000 Euro aus. Knapp 125 000 Euro zusätzlich vom Land konnte die Verwaltung außerdem für die Stadtsanierung Eldagsen verbuchen.



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