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Tierisch was los beim 30. Hubertusfest

Das Abenteuerland

Springe. Sein Blick ging ein bisschen sorgenvoll nach oben – doch Wisentgehege-Leiter Thomas Hennig fürchtete sich gestern Mittag weniger vor dem drohenden Regen, sondern vor zu viel Wind, der Äste aus den hohen Bäumen herabwerfen und ein frühzeitiges Ende wie vor elf Jahren bedeuten könnte. Bei der 30. Auflage des Hubertusfestes störten sich die insgesamt 10 500 Besucher jedoch kaum am wechselhaften Wetter – es gab einfach so viel zu entdecken!

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Autor:

Markus Richter

Rund 80 Aussteller waren gekommen, um vor allem Handwerkliches zu präsentieren. Da wurde vor Ort gedrechselt, gebacken, geschnitzt und gefeilt. Beliebteste Speisen waren wieder einmal Wildspezialitäten. Zudem zeigten sich Vereine und Organisationen. Der Springer Tierpark erwies sich einmal mehr als Magnet für Besucher von nah und fern. Zu keiner anderen Veranstaltung nehmen die Gäste eine weitere Anreise in Kauf als zum Hubertusfest. Und das hat sich nach drei Jahrzehnten mehr als etabliert. Schließlich bildet es eine angenehme Mischung aus Abenteuer und Erholung.

Wer eine kurze Pause und den Weg zur inneren Ruhe suchte, der ließ sich gestern Mittag die Hubertusmesse nicht entgehen. Der ökumenische Gottesdienst zu Ehren des Schutzpatrons der Jäger war gut besucht und wurde wieder bereichert von Fanfarenklängen des Parforcehörnercorps Hannover. Neu war hingegen die Verkehrsführung: Und so hatten die Einwohner Alvesrodes an beiden Tagen lange Blechlawinen durch ihren Ort rollen sehen. Trotz routinierter Steuerung durch die Helfer des THW und die Beamten der Polizei gab es längere Staus. Trotzdem steht Gehegeleiter Hennig dem neuen Konzept – nämlich der Einbahnstraße in entgegengesetzter Richtung – positiv gegenüber: „Wir machen gute Erfahrungen.“ Hauptgrund für die Neuregelung war, die Landesstraße zwischen Eldagsen und Springe zu entlasten. Mit Durchsagen im Rundfunk wurden die Besucher gebeten, das Park-and-Ride-Angebot zu nutzen – die meisten wollten natürlich trotzdem mit dem eigenen Auto anfahren. Dafür mussten sie dann auf einem Acker parken und ein gutes Stück zu Fuß gehen.

Maßgeblich beteiligt am Erfolg des 30. Hubertusfests – zu dem jeder Besucher einen Ansteckbutton mit dem Spruch „Achtung wild seit 1984“ geschenkt bekam – war wieder einmal der Förderverein. Er stellte dutzende Helfer. Hennig dankte aber auch seinem Team fürs große Engagement. Gestern Abend bilanzierte er: Insgesamt 10 500 Besucher waren erschienen, 6000 davon am Sonntag. Nachmittags hatte sich das Wisentgehege dann doch schneller geleert als gedacht: Der einsetzende Dauerregen hatte irgendwann auch die hartnäckigsten Tier- und Erlebnisfreunde nach Hause geschickt – in der Tasche die eine oder andere Spezialität aus dem Deister, im Herzen die Erinnerung an einen schönen Tag.

Eine Bildergalerie ist ab heute Vormittag online auf www.ndz.de.

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