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Reisebüro bucht Kunden um / Klinikum vorbereitet / Ärzteverein: Vorsitzender Train gelassen

Dank Schweinegrippe: Mauritius statt Mexiko

Springe (zett). Mauritius statt Mexiko – zumindest für einen Kunden des Springer Reisebüros Schuster hat die Schweinegrippe schon Auswirkungen: „Heute Morgen habe ich den Flug umgebucht“, sagt Inhaber Peter Schuster. Grund: Anbieter Tui hatte vorsorglich alle Flüge nach Mexico City und Cancun gestrichen.


Auch in Spanien ist bereits ein Schweinegrippefall aufgetreten – trotzdem machen sich die Springer Urlauber in dieser Hinsicht offenbar noch keine Gedanken – bestätigt auch Schusters Kollegin Tanja Raudonat von Astro-Reisen. Sollte sich das Virus ausbreiten, rechnet sie mit Konsequenzen: „Dann werden wohl auch Fragen kommen. Raudonat sieht die Erfahrungen der Menschen mit der Vogelgrippe als Faktor: „Irgendwann leben einfach alle damit.“

Die Vogelgrippe – sie ist auch ein Grund, warum Stefan Train der Schweinegrippe recht entspannt entgegenblickt. Durch sie, so der Vorsitzende des Springer Ärztevereins, seien alle im Umgang mit derartigen Krankheiten erfahren und besser gewappnet. Antivirale Mittel seien auch in Springe bevorratet – Train rechnet aber nicht damit, dass Deutschland von der gefährlichen Grippe schwer getroffen wird. Auch wenn er zugibt, dass „wir relativ wenig über dieses Virus wissen. Deshalb können wir und eigentlich auch noch nicht seriös zur Gefahrenlage äußern.“

Vorsichtiges Verhalten empfiehlt das für Springe zuständige Gesundheitsamt der Region. Die für Grippe üblichen Maßnahmen wie Abstandhalten oder beim Niesen den Mund bedecken sowie häufiger Hände waschen gelten auch in diesem Fall. Sollte es Springe doch erwischen, sieht sich das Klinikum in bester Verfassung, betont der ärztliche Direktor Egbert Schaefer: „Wir haben genaue Szenarien, wie bei Verdachtsfällen vorzugehen ist.“ Zwar hat das Klinikum keine Isolierstation, ein Patient könne aber ähnlich wie bei Noro-Virusfällen in einem Einzelzimmer vollständig abgeschottet werden. Insgesamt sei das Krankenhaus-Team „in entspannter Erwartung“ der Schweinegrippe, so Schaefer: „Wir rechnen nicht damit, aber wir sind vorbereitet.“

Das Landesgesundheitsamt bietet ab heute an jedem Werktag von 10 bis 12 Uhr ein Infotelefon unter 0511/4505555 an. Unter www.nlga.niedersachsen.de gibt es weitere Informationen zur Schweinegrippe.



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