weather-image
Regiobus beschäftigt Security und überwacht mit Kameras / Zusatzpersonal kostet 200 000 Euro im Jahr

Damit Stress und Angst nicht mitfahren

Springe/Eldagsen (ric). „Jeder einzelne Fall von Aggressivität oder Gewalt ist einer zu viel“, sagt Georg Martensen. Der Geschäftsführer von Regiobus hat deshalb entschieden, dass in Zukunft Mitarbeiter eines Sicherheitsdienstes in den Bussen mitfahren werden. Außerdem sollen Gäste auf mehreren Linien mit Videokameras überwacht werden.

Regiobus geht auf Nummer sicher: In den Bussen fahren künftig auch Security mit. Foto: ric

Seit einigen Tagen setzt das heimische Beförderungsunternehmen die Security in Zweierteams insbesondere in den Abend- und Nachtstunden ein. Ihre Aufgabe soll darin bestehen, Problemsituationen zu entschärfen und „deeskalierend auf auffällige Personen einzuwirken“. Vorfälle, bei denen Fahrgäste oder Bedienstete angegriffen oder gar verletzt werden, seien allerdings nicht an der Tagesordnung, beruhigt Martensen. Nichtsdestotrotz sollen „alle denkbaren Maßnahmen“ ergriffen werden, um einen möglichst hohen Grad an Sicherheit zu gewährleisten.

Ein Testlauf habe durchwegs positive Resonanz bei allen Beteiligten hervorgerufen: Jetzt sollen die Security-Mitarbeiter ständig in den Bussen des Unternehmens Präsenz zeigen. Zwei weitere fahren mit dem Pkw „Streife“ – vorwiegend wohl in der Landeshauptstadt. Im Ernstfall sollen sie schnell verfügbar sein, zudem ein ständiger Kontakt zur zentralen Leitstelle besteht.

Bei planbaren Ereignissen wie größeren Festen oder Sportereignissen sollen die Einsatzorte der Teams vorher koordiniert werden. Die Security unterstützen dann das Regiobus-Servicepersonal.

Der Einsatz der Sicherheitskräfte soll von Dauer sein: Das Beförderungsunternehmen lässt sich das rund 200 000 Euro im Jahr kosten.

Regiobus schult eigenen Angaben zufolge seine Mitarbeiter regelmäßig in den Bereichen Konfliktsituationen, Stressbewältigung und Deeskalationsstrategien. Seit vier Jahren herrscht zudem Alkoholverbot im Bus, schon länger wird der „Vorneeinstieg“ praktiziert – um den Sicherheitsaspekt nachhaltig zu stärken. Das habe gleichwohl den Effekt, die Zahl der Schwarzfahrer zu senken. Videotechnik runde das Paket ab.

„Wir wollen, dass der ÖPNV auch abends und nachts eine attraktive Alternative zum Auto darstellt“, begründet Martensen.



Anzeige
Weiterführende Artikel
    Kommentare

    Kontakt

    Redaktion
    Telefon: 05041 - 78932
    E-Mail: redaktion@ndz.de
    Anzeigen
    Telefon: 05041 - 78910
    Geschäftsanzeigen: Anzeigenberater
    Abo-Service
    Telefon: 05041 - 78921
    E-Mail: vertrieb@ndz.de
    Abo-Angebote: Aboshop

    Keine Zeitung bekommen? Hier zur Zustell-Reklamation.
    X
    Kontakt