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Wirtschaftsförderer Hermann Aden sieht schleppende Entwicklung der städtischen Gewerbegebiete

„Da tun wir uns momentan schwer“

Springe (zett). Der Wunsch vieler Firmen nach einem Autobahn-Anschluss, die unsichere Lage auf dem Kreditmarkt – Ursachen gibt es viele für diese kleine Krise. Fest steht: Die Ansiedlung in den Springer Gewerbegebieten läuft momentan nur schleppend. „Wir tun uns da schwer, die Dynamik könnte besser sein“, räumt Wirtschaftsförderer Hermann Aden ein.

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Vier Gewerbegebiete vermarktet die Stadt – jeweils eins in jedem ihrer größten Ortsteile. Doch ob es um die Rathenaustraße in der Kernstadt geht, um die Flächen südlich der Bahnstrecke in Völksen, um den Loffenkamp in Eldagsen oder um das Gebiet „Schildbruch“ in Bennigsen: „Die Situation ist überall ähnlich“, sagt Aden.

Dabei erreichen den Wirtschaftsförderer durchaus Anfragen. Doch fast alle größeren Betriebe haben einen Wunsch, den die Stadt nicht erfüllen kann: „Sie wollen an die Autobahn – auch wenn es sich um Firmen handelt, die wenig mit Logistik zu tun haben.“ Dass Springe aus Adens Sicht zentral und verkehrsgünstig zwischen der A 2 und der A 7 liegt, zähle dabei kaum: „Das reicht ihnen dann einfach nicht.“ Bleibt für die Stadt die Konzentration auf kleinere Unternehmer – zumindest theoretisch.

Denn auch bei denen hat Aden Sorgen ausgemacht: Die Verbesserung der wirtschaftlichen Lage seit der Finanzkrise 2008 sei bei vielen Betrieben noch nicht angekommen – im Gegenteil: „Ein Handwerksmeister, der eine neue Halle bauen möchte, hat zunehmend Probleme bei seiner Bank einen Kredit dafür zu bekommen“, hat Aden beobachtet. Unterm Strich gebe es also viele Fälle, in denen Betriebe investieren, expandieren möchten: „Aber sie können es einfach nicht.“

Ausschließlich negativ will der Wirtschaftsförderer die Lage aber auch nicht bewertet wissen: „Im Kleinen passiert schon einiges“, sagt er. So sei in Völksen mit einer Firma gerade ein Immobilienkauf abgewickelt worden – mit Option auf den Erwerb eines weiteren Grundstücks. In der Kernstadt hat ein Gartenbauunternehmen gerade zum wiederholten Male sein Gelände erweitert.

Mit 38 Euro pro Quadratmeter ist die Rathenaustraße (5,2 Hektar verfügbar) das teuerste Gewerbegebiet der Stadt. Wer sich in Völksen (0,62 Hektar) ansiedeln will, zahlt 35 Euro. Die Flächen in Eldagsen (0,85 Hektar) und Bennigsen (3,4 Hektar) sind mit jeweils 31 Euro am günstigsten.



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