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Da soll Geld hin: Diese Investitionen plant Springe für 2018

SPRINGE. Wohin mit den Millionen? Zu tun gibt es in Springe genug. Aber wo setzen Stadt und Politik im neuen Jahr die Schwerpunkte? Das verrät ein Blick in den Haushalts-Entwurf für 2018, den der Rat am 25. Januar verabschieden soll.

Die Grundschule in Bennigsen. Foto: Archiv/Mischer
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Christian Zett Redaktionsleiter zur Autorenseite

Zu den größten Posten auf der Investitionsliste gehören, wenig überraschend, zwei Schulen: Drei Millionen Euro will die Stadt in die Grundschule Bennigsen stecken, eine weitere Million soll für die Integrierte Gesamtschule fällig werden. Beide Zahlen sind allerdings, das steht schon fest, Momentaufnahmen: Bei der IGS etwa soll erst ab 2019 so richtig losgebaut werden. Zuletzt stand für beide Projekte die stolze Summe von insgesamt gut 26 Millionen in den Planungen. Spannend dürfte sein, welche Weichen die Politik bis zur Verabschiedung des Haushalts noch stellt.

Platz zwei nennt sich im Behördendeutsch „Auszahlungen für allgemeinen Verkehrswegebau“. Dahinter steckt ganz banal der Straßenbau – und der hat es in den kommenden beiden Jahren in sich. Weil die Stadt wegen des Fernwärmenetzbaus zahlreiche Projekte vorgezogen hat, will sie allein für 2018 1,7 Millionen Euro für Sanierungen ausgeben.

Zum Vergleich: 2017 hatte sie 350 000 Euro eingeplant. Auch 2019 soll die Millionenmarke geknackt werden. Spannend wird, wie hoch genau die Einnahmen in diesem Bereich ausfallen: Denn für die neuen wiederkehrenden Beiträge laufen die Berechnungen noch. Bislang kalkuliert die Stadt hier mit 450 000 Euro, die die Bewohner von der Kernstadt und Bennigsen beisteuern müssten.

Einen ordentlichen Batzen Geld steckt die Stadt in den kommenden zwölf Monaten auch in die Straßenbeleuchtung: Für 1,35 Millionen Euro soll das System nicht nur auf LED-Beleuchtung umgerüstet werden, sondern auch eine neue Steuerung bekommen.

Gleichzeitig steigen wegen der bereits erfolgten Abschaffung der Nachtabschaltung die Stromkosten erst einmal um 50 000 Euro. Die Investition in die Beleuchtung soll sich erst nach einigen Jahren auch finanziell lohnen. Immerhin: Die Verwaltung rechnet hier mit 370 000 Euro Fördergeldern vom Bund.

In den Top 6 der Investitions-Liste stehen auch zwei Eldagser Projekte: Für die Erweiterung des Gewerbegebiets am Ortsausgang Richtung Alferde will die Stadt 800 000 Euro bereitstellen. Gleichzeitig sollen 600 000 Euro für die Stadtsanierung ausgegeben werden – auch in diesem Fall fließen allerdings zwei Drittel der Summe als Fördergelder.

Eins der Hauptprojekte im Ort für 2018: der Umbau der Brücke an der Wallstraße (wir berichteten).

Einer der größten Posten ist inzwischen etwas zurechtgestutzt worden – vorausgesetzt, der Finanz- und der Verwaltungsausschuss sowie der Stadtrat folgen der Empfehlung des Bauausschusses: Aus den 538 000 Euro für Grundstückskäufe, die die Stadt auch mit Blick auf die Feuerwehrhaus-Neubauten eingeplant hatte, zog die Politik 200 000 Euro erst mal wieder ab.

Unter dem Strich hatte die Stadtverwaltung in ihrem ersten Haushaltsentwurf für das Jahr 2018 rund 14,8 Millionen Euro für neue Investitionen eingeplant – deutlich mehr als für 2017 (11,5 Millionen Euro), aber auch deutlich weniger als die bisherigen Pläne für 2019 vorsehen: Für das folgende Jahr stehen bislang insgesamt 18,7 Millionen Euro in den Planungen.

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