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Ein neuer Bericht der Region zeigt: Springe hat noch viel Platz für Unternehmen

Da geht noch was

Springe. Eine Autobahn hat die Stadt immer noch nicht – trotzdem spielt Springe mit seinen vier großen Gebieten eine Rolle im neuen Gewerbeflächen-Bericht der Region Hannover. Dabei gibt es sowohl gute Nachrichten als auch schlechte. Erstmals hat die Behörde potenziell wieder nutzbare Gewerbebrachen erfasst – auch das Bisongelände ist darunter.

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VON CHRISTIAN ZETT

Im Regionsvergleich wurden in Springe zwischen 1992 und 2012 zwar recht wenig und recht kleine Flächen verkauft. Im Vergleich mit ähnlich großen Orten schneidet die Stadt aber gut ab. So wechselten in Springe 38,9 Hektar Gewerbeflächen den Besitzer – davon im vergangenen Jahr nur 0,5 Hek-tar.

Zum Vergleich: In Barsinghausen kommt man auf 100 Hektar, dort ist aber die Autobahn ein wichtiger Standort-Faktor – ebenso wie in Wedemark, wo man auf 67,3 Hektar kommt. In Burgdorf (26,8), Ronnenberg (16,9) oder Seelze (26), wo dieser Vorteil fehlt, sind die Zahlen gegenüber Springe deutlich niedriger. Der Bericht erwähnt diesen Umstand gesondert: Zwar sei der Anteil von verkauften Flächen „in ungünstiger Verkehrslage“ – also weiter als 10 Kilometer von der Autobahn entfernt – leicht gefallen. Trotzdem habe neben Uetze und der Wedemark auch Springe solche Verkäufe getätigt.

Eine genauere Analyse liefert das Papier bei der Verfügbarkeit der Flächen. Und da ist Springe weit vorn – in allen Kategorien liegt die Stadt in den Top 5: Bei den sofort verfügbaren Flächen kommt Springe mit 7,2 Hektar auf Platz 5 – hinter Hannover, Barsinghausen, Langenhagen und Isernhagen. Später vermarktbar – etwa, weil die Infrastruktur fehlt – sind immerhin 50,7 Hektar. Nur Hannover, Garbsen und Uetze haben mehr. Fasst man beide Kategorien zusammen, landet Springe hinter der Landeshauptstadt gar auf Platz 2. Immerhin noch 5,5 Hektar sind verfügbar, müssten aber noch per Bebauungsplan bereitgestellt werden. Größte zusammenhängende Fläche ist die Osttangente: Zwischen Fachmarktzentrum und B 217 könnten allein 34,6 Hektar bebaut werden. Hier würde Aldi gerne neu bauen; außerdem hat die Stadt diese Flächen auch Fast-Food-Riesen wie McDonald‘s oder Burger King hier vergeblich angeboten.

Es folgen die Gewerbegebiete Springe-Nord (rund um die Rathenaustraße inklusive des Bisongeländes, 16,9 Quadratmeter), Eldagsen (Loffenkamp, 9,6), Bennigsen (Schildbruch/Horstfeldstraße, 3,2) sowie Völksen (Bahnhofsnähe, 3,1). An letzterem Standort würde unter anderem die Edeka-Gruppe gerne einen neuen NP-Markt bauen (NDZ berichtete). Den Standort Bennigsen zählt übrigens zu den günstigsten im gesamten Umland einschließlich Hannover.

Neu erhoben hat die Region in diesem Jahr „potenziell wieder nutzbare Brachflächen“. Diese Grundstücke sind häufig jahrelang ungenutzt. Sie gelten zwar prinzipiell als gewerblich nutzbar, sind häufig allerdings nur schwer zu vermarkten. Dazu zählt die Region beispielsweise das Bison-Gelände: Insgesamt kommen die Experten hier auf ein Potenzial von 4 Hektar – eine „Restfläche mit ungenutzten Hallen“, heißt es.

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